Fahrplan für Anfänger


Am Anfang ver­ste­ht man nur Bahn­hof
— das ist ganz normal!
Jed­er fängt mit null Vor­wis­sen an (es gibt ja auch keine Mut­ter­sprach­ler von Na'vi), jed­er hat erst ein­mal null Plan. Daher ist es auch nor­mal, dass das Erler­nen ein­er neuen Sprache vielle­icht erst ein­mal wie ein unüber­wind­bar­er Berg erscheint. Ihr fangt ja schließlich mit dem Ler­nen erst an.

Aber keine Angst, txopu rä'ä si — die Sprache der Na'vi ist kein Mon­ster, kein unüber­wind­bares Hin­der­nis, son­dern eine sehr logisch aufge­baute und struk­turi­erte Sprache, die man Schritt für Schritt erler­nen kann.
Egal ob alleine, oder (noch bess­er) zusam­men mit anderen, der erste und wichtig­ste Schritt ist:

Ärmel hochkrem­peln und ran an den Speck! :D
Dafür muss man nur wis­sen, wie und wo man am besten anfängt… :P
Also will ich euch ein wenig an die Hand nehmen und euch einen möglichen Weg aufzeigen.

 

Wie und wo fange ich am besten an?

  1. Fangt mit der Aussprache an. Solange ihr nicht wisst, wie man die Buch­staben des Alpha­bets kor­rekt ausspricht, werdet ihr wed­er beim Lesen im Kopf noch beim Sprechen der Sprache wis­sen, wie es klin­gen sollte.
    Zudem ver­liebt man sich meist erst durch den Klang der Sprache so richtig in sie, und dem Alpha­bet gle­ich zu Anfang seinen ver­meintlichen Schreck­en zu nehmen, ist sicher­lich ein guter Weg, um "das Eis zu brechen" ;)
  2. Wen­det euch der Gram­matik zu. Dies kann mit Hil­fe von Lek­tio­nen wie denen hier auf NumeKo! geschehen oder anderen Ressourcen.
    Gram­matik ist der Kit, der die Sprache zusam­men­hält und sie über­haupt erst ver­ständlich wer­den lässt — ohne geht nichts! Ver­sucht Gram­matik daher nicht als bös­es Mon­ster oder ein Ärg­er­nis zu sehen, son­dern als Kleb­stoff, den man braucht, um z.B. ein Flugzeug­mod­ell zusam­men zu bauen. Stück um Stück wird durch sie das Gesamt­bild vollständiger!
    1. Für alle, die partout nichts mit Gram­matik am Hut haben wollen, gibt es langsam immer mehr Ressourcen, die die Route des "Spracher­werbs" zu gehen ver­suchen, also so wie z.B. Kinder ihre Mut­ter­sprache auf natür­lichem Wege durch Zuhören und Nachah­men ler­nen. Wenn ihr euch eher zu solchen Meth­o­d­en hinge­zo­gen fühlt, schaut gerne mal Plumps' Seite ivongnavi.info oder meinen Ver­such hier namens lu taronyu an.
  3. Geht struk­turi­ert an die Sache her­an. Man kann nicht alles auf ein­mal ler­nen oder alles inner­halb weniger Tage. Teilt euch die zu ler­nen­den The­men ein bzw. auf und arbeit­et euch Stück für Stück voran und bleibt dabei geduldig mit eurem eige­nen Hirn.
    Gut' Ding will schließlich Weile haben! ;) Lernt lieber für ein paar Minuten am Tag als ein­mal die Woche für mehrere Stun­den am Stück.
  4. Werdet aktiv. Sprecht, hört zu, chat­tet, über­set­zt, schreibt Gedichte oder Geschicht­en. Tut das, wofür Sprachen da sind: kom­mu­niziert.
    Wartet damit nicht erst, bis ihr "gut genug" seid — so etwas gibt es nicht! Und wie wollt ihr bess­er wer­den, wenn ihr nicht aktiv übt? ;P
    Bei der Kom­mu­nika­tion mit anderen Na'vi-Nerds werdet ihr nicht nur sehr viel all­ge­meine Übung bekom­men, son­dern auch sehr hil­fre­ich­es Feed­back, Vok­a­beln und Floskeln die ihr im All­t­ags­ge­brauch benöti­gen werdet, erhal­ten und auf­schnap­pen. Und neben­bei macht es auch noch Spaß und man läuft Gefahr, neue Fre­unde zu finden! :D
    Da würde ich direkt ganz unver­schämt mal Wer­bung für unsere Deutsche Na'vi Lern­gruppe oder Kelutral.org machen :)
  5. Stellt Fra­gen. Wenn ihr etwas nicht ver­ste­ht, Hil­fe benötigt etc. — bit­tet um Hil­fe. Fans der Sprache wer­den euch immer sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite ste­hen, denn sie wis­sen selb­st noch gut genug, wie es sich anfühlt, wenn man ger­ade erst mit dem Ler­nen ange­fan­gen hat ;) Außer­dem lieben sie diese Sprache und jede Gele­gen­heit, um sie anzuwen­den, zu erk­lären, usw.!
  6. Bleibt am Ball. Wieder­holt Punk­te 2 bis 5 und bleibt dran. Aus­dauer ist die halbe Miete!

Zusätzliche Helferlein, die beim Lernen helfen fein

  • Zeit. Klingt blöd, aber nehmt euch bewusst Zeit fürs Ler­nen. Handy aus, Ruh­estörun­gen raus, Kopf an und los geht's.
  • ein gutes Wörter­buch. Ich empfehle das umfan­gre­iche Online-Wörter­buch http://dict-navi.com oder Reykun­yu. Am besten gle­ich als Leseze­ichen spe­ich­ern, oder, so wie ich, immer als Tab im Brows­er offen haben ;D
  • Schreibkram (Notizbuch, Word, Google Docs, o.ä.). Macht euch Noti­zen. Löst die Übun­gen. Wenn ihr dies hand­schriftlich mit Papi­er und Stift macht, bleibt es auch ein wenig bess­er im Hirn hän­gen — aber ob ihr das tra­di­tionell oder dig­i­tal machen wollt, bleibt ganz euch über­lassen. Beim Notieren geht ihr im Kopf noch ein­mal die gel­ern­ten Infos durch, und zwar auf eine Art und Weise, die eur­er Art zu Denken auf den Leib geschnei­dert ist.
  • Esels­brück­en bzw. eure eige­nen Meth­o­d­en. Esels­brück­en haben mir und vie­len anderen enorm geholfen — seien sie noch so "schwachsin­nig", Haupt­sache es funk­tion­iert! ;) Baut euch also so viele Esels­brück­en, wie ihr braucht und nutzt alles andere, was euch per­sön­lich das Ler­nen leichter macht.
  • Keine Angst vor Fehlern. Fehler sind eure Fre­unde, vor allem wenn andere sie kor­rigieren. Wir (inkl. mir) haben alle am Anfang eine Tonne von Fehlern gemacht und selb­st die Fort­geschrit­ten­sten unter uns machen immer noch ab und zu Fehler; aber aus Fehlern kann man eine Unmenge an Din­gen ler­nen — sofern man gute Erk­lärun­gen erhält, warum der Fehler eben ein Fehler war und wie man es bess­er machen sollte. Schreibt also auch gerne eure Lösun­gen der Übun­gen, Fra­gen oder andere Dinge in die Kom­mentare unter den Lek­tio­nen und/oder tretet unserem Dis­cord-Serv­er bei.
  • Ver­ste­hen. Erst wenn ihr etwas wirk­lich ver­standen habt, kön­nt ihr es kor­rekt und auf Dauer im Hirn abspe­ich­ern. Tja, nur, wie kommt man da hin?
    Da möchte ich euch gle­ich einen Tipp an die Hand geben:
    Wenn ihr etwas für euch neues lernt, ver­sucht es gle­ich­sam so zu wieder­holen, als würdet ihr es jeman­dem anderen erk­lären wollen. Das kön­nt ihr tat­säch­lich machen oder auch nur in Gedanken durch­spie­len. Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr es einiger­maßen ver­ständlich erk­lären kön­nt, habt ihr es mit ziem­lich­er Sicher­heit selb­st voll­ständig ver­standen. Wenn es dabei noch hakt ist das ein Zeichen dafür, dass ihr selb­st nochmal nach­le­sen und ler­nen solltet.
  • Und zu guter Let­zt: Spaß an der Sache! Das Ganze ist kein Sprint und keine Pflichtver­anstal­tung — es ist ein wun­der­volles und lohnenswertes Hob­by und sollte es auch bleiben. Ver­sucht also eure Liebe zur Sprache/zu Pandora/den Na'vi nicht aus den Augen zu ver­lieren son­dern als Moti­va­tor zu nutzen durchzuhal­ten und weit­erzu­machen. :) Jed­er kleine Erfolg ist eine enorme Beloh­nung und treibt einen weit­er­hin an. Also, ihr macht das schon! :D

Der Weg vom Start bis zum Ziel

Dieser ist nicht ger­adlin­ig oder lin­ear, son­dern voller Kur­ven und Abzwei­gun­gen. Eine Stadt­tour durch eine alte Innen­stadt ist auch sel­ten ger­adlin­ig — um von A nach B zu kom­men, muss man erst durch mehrere Gäss­chen und kurvige Straßen und zig mal abbiegen. Zwar kann man ver­suchen eine grobe Rich­tungsangabe an die Hand zu geben, qua­si eine Art Routen­pla­nung (weswe­gen die Lek­tio­nen hier in ein­er bes­timmten Rei­hen­folge ange­ord­net sind), allerd­ings hat eine Sprache so viele The­men und Bere­iche, die sich teils kreuzen, über­schnei­den, usw., dass man eben nicht immer ger­adeaus direkt vom Start zum Ziel kommt. Ein neues The­ma kann z.B. zwei andere anschei­den, aber alle drei in vollem Umfang direkt zu behan­deln kann über­wälti­gend sein, weswe­gen dadurch neue Kur­ven und Abzwei­gun­gen entste­hen. Daher biegt man wieder und wieder ab, schaut sich die Abzwei­gung kurz an, dreht wieder um und geht weit­er in eine weit­ere Gasse — und so arbeit­et man sich vor, bis man irgend­wann endlich am Ziel angekom­men ist. Wie auch immer, so oder so kann man auf jeden Fall sagen, dass der Weg das Ziel ist ;)

Die vier Pfeiler des Sprachenlernens

Lesen, Schreiben, Ver­ste­hen, Sprechen. Dies sind alles einzelne Fähigkeit­en, die es zu trainieren gilt. Es wird euch nicht viel brin­gen Na'vi nur lesen oder sprechen zu kön­nen, wenn die anderen "Pfeil­er" auf der Strecke geblieben sind. Also ver­sucht darauf zu acht­en, diese vier Grundpfeil­er des Ler­nens gle­icher­maßen auszubauen. Wenn ihr der englis­chen Sprache mächtig seid, kann ich euch an dieser Stelle diese Episode von Eana Mokri empfehlen, in der es genau um diese vier Grundpfeil­er und Lern­meth­o­d­en im Generellen geht. Sehr empfehlenswert (und nicht nur, weil ich Teil des Pod­casts bin :P).

Troubleshooting — Probleme und Lösungsvorschläge

Wenn's mal nicht so gut klappt, man nicht weit­erkommt, frus­tri­ert ist, usw. … hier noch ein paar Tipps:

  1. Prob­lem: Die Sprache ist ver­wirrend. Egal wie sehr ich's auch ver­suche, ich krieg' Sätze nicht richtig über­set­zt. Ich blick nicht durch, Sub­jekt, Objekt… was?! Hilfe! 
    1. Lösung: Ver­sucht ein wenig mehr Zeit darin zu investieren, möglichst kor­rek­te Sätze von anderen zu analysieren. Am Anfang muss man eben bei den Grund­la­gen anfan­gen und sich langsam nach oben arbeit­en; und die Grund­la­gen sind z.B. Wortk­lassen und das Erkennen/Auseinanderhalten der sel­bi­gen. Nehmt euch einen Satz, den ihr über­set­zen wollt, und schaut ihn euch genau an. Was ist das Verb? Welche Art von Verb ist es, Modalverb, tran­si­tiv, intran­si­tiv? Wer macht die Hand­lung dieses Verbs? Wer ist das Ziel dieser Hand­lung? Welche Fal­l­en­dun­gen wur­den ver­wen­det? Welche Infixe? Wie bee­in­flussen sie die Aus­sage des Satzes? Und so weit­er. Schritt für Schritt, Puz­zleteil für Puz­zleteil. Im Vor­wort habe ich mal ver­sucht das an einem Beispiel­satz zu demonstrieren.
      Und wenn euch das noch nicht weit­er­hil­ft, bit­tet jeman­den um Hil­fe und Erk­lärun­gen oder lest selb­st nochmal für die betr­e­f­fende Gram­matik Lek­tio­nen oder Doku­mente durch.
  2. Prob­lem: Ich mach' keine Fortschritte. Ich lerne nicht schnell genug. 
    1. Lösung: Na'vi zu ler­nen ist kein Wet­tren­nen und auch kein Kri­teri­um für irgen­det­was wichtiges im Leben (Bewer­bun­gen o.ä.); es ist ein Hob­by und sollte Spaß machen. Seid geduldiger mit euch selb­st und stresst euch nicht unnötig mehr, als es der All­t­ag sowieso schon tut.
      Eine andere Ursache kön­nte sein, dass ihr nicht oft oder effek­tiv genug lernt. Es ist wesentlich effek­tiv­er und auf lange Sicht auch stress­freier, wenn ihr jeden Tag 5 bis 10 Minuten ins Ler­nen (Ressourcen durch­le­sen, Übun­gen machen, Chat­ten, Texte über­set­zen, Na'vi hören und selb­st sprechen) investiert anstatt euch ein­mal in der Woche für zwei Stun­den oder länger den Kopf mit Na'vi voll zu häm­mern. Regelmäßigkeit und Häu­figkeit sind dann doch rel­a­tiv wichtig beim Erler­nen von Sprachen. Wenn ihr keine Zeit in die Sprache investieren soll­tet, dürfte es rel­a­tiv selb­st erk­lärend sein, warum ihr keine Fortschritte macht, oder? ;)
  3. Prob­lem: Ich finde ein­fach keine Meth­ode, die es mir ein­fach macht Na'vi zu lernen. 
    1. Lösung: Na ja… es gibt keinen ein­fachen Weg. Vergesst nicht, dass Na'vi eine Sprache ist; und die zu erler­nen ist nie wirk­lich ein­fach, zumin­d­est für die Mehrheit der Men­schen. Das Erler­nen ver­langt euch einiges ab (Zeit, Energie, Hirn­schmalz, etc. pp.) und es gibt keine Meth­ode, die diese Tat­sache ändert. Nie­mand kann euch ein­fach das Wis­sen mit einem Ruck in den Kopf stopfen und gut is'.
      Es kann aber sein, dass nicht jede Meth­ode die richtige für euch ist. Dann müsst ihr eben weit­er suchen, bis ihr eine find­et, die es euch zumin­d­est ein wenig zugänglich­er macht. Und glück­licher­weise haben wir nicht mehr das Jahr 2010, wo sich jed­er noch fast alles selb­st erar­beit­en musste — ohne die Vielzahl und Vielfalt an Ressourcen, die wir derzeit haben. Also ver­sucht sie euch zu eigen zu machen und zu nutzen! :)
  4. Prob­lem: Ich bin vom Ler­nen frus­tri­ert und gestresst. Es macht mir keinen Spaß mehr. 
    1. Lösung: Ver­sucht zu erken­nen und zu ver­ste­hen, woher der Frust/Stress kommt. Wenn ihr Antworten gefun­den habt, ver­sucht entsprechend darauf einzuge­hen und eure Herangehensweise/Einstellung zu ändern. Das kann sehr indi­vidu­ell und bre­it gefächert sein, weswe­gen ich hier kaum spez­i­fis­che Tipps geben kann. 
      1. Seid ihr zu streng mit euch selb­st? → Seid geduldiger und nach­sichtiger mit eurem Hirn, Tem­po und auch euren Fehlern.
      2. Über­fordert ihr euch selb­st mit der Menge und Inten­sität des Ler­nens? → Schraubt es entsprechend zurück, sodass es sich nicht mehr wie Stress son­dern Spaß und Aus­gle­ich anfühlt.
      3. Brennt/wummert euch der Schädel beim oder nach dem Ler­nen? Habt ihr nur noch ein Brett vor dem Kopf? → Dann macht 'ne Pause. Lasst eurem Hirn genü­gend Ruhep­ausen zwis­chen Lernintervallen.
      4. Habt ihr immer die gle­ichen Herange­hensweisen pro­biert, ohne dass sich dabei was zum Besseren verän­dert hat? → Dann ver­sucht andere, vielle­icht auch solche, von denen ihr nicht erwarten würdet, dass sie euch etwas brin­gen kön­nten. Vielle­icht über­rascht ihr euch ja selbst! ;)
      5. Seid ihr generell viel zu gestresst und find­et keine Ruhe/Zeit/Energie für's Ler­nen? → Joa… klar, oder? Stress reduzieren, Raum und Ruhe für's Ler­nen schaf­fen. Bei der Reduzierung von Stress kann Na'vi ler­nen auch helfen; für mich war und ist es ein Hob­by, Aus­gle­ich und auch Entspan­nung. Vielle­icht auch für euch?
      6. Ihr kön­nt euch um's Ver­reck­en nicht mit der Auf­bauweise bzw. Gram­matik dieser Sprache anfre­un­den? → Vielle­icht ist Na'vi dann nicht die richtige Sprache für euch und ihr wärt mit ein­er anderen glücklicher.
      7. usw. …
  5. Prob­lem: Ich habe die Moti­va­tion zu ler­nen verloren. 
    1. Lösung: Ver­sucht euch daran zu erin­nern, was euch anfangs über­haupt dazu den Ruck gegeben hat, diese Sprache erler­nen zu wollen. Hat euch der Film gefes­selt? Habt ihr euch in die Na'vi und Pan­do­ra ver­liebt? Liebt ihr Con­langs oder Sprachen all­ge­mein? Ver­sucht diese Moti­va­tion wiederzufind­en, erneut zu fühlen. Erin­nert euch an euer Ziel, das ihr hat­tet. Woll­tet ihr bei den näch­sten Teilen direkt ver­ste­hen kön­nen, was die Na'vi auf Na'vi im Film sagen wer­den, ohne auf Unter­ti­tel angewiesen zu sein? Woll­tet ihr ein­fach nur eine weit­ere, mega coole Sprache flüs­sig beherrschen?
      Mein­er per­sön­lichen Erfahrung nach hat­te ich keine bis kaum Moti­va­tion­sprob­leme, denn meine Lei­den­schaft, die Neugierde und der Wis­senshunger für Na'vi waren riesig. Das war dann wie ein Lauf­feuer, das sich nicht mehr aufhal­ten ließ und sich verselb­st­ständigte. Der Hunger nach mehr kon­nte kaum gestillt wer­den, mehr Sätze, mehr Über­set­zen, mehr Zuhören, mehr Sprechen, mehr, mehr, mehr… Daher war Ler­nen für mich nie eine nervige Zusatza­uf­gabe, die ich zu erledi­gen hat­te, son­dern eine abso­lut freude­brin­gende und entspan­nende sowie aufre­gende Freizeitak­tiv­ität. Wenn ihr eine solche Flamme für die Sprache in euch hat­tet, sie jet­zt aber ver­loren habt, ver­sucht sie wieder zu find­en. Wie ihr das anstellen kön­nt… müsst ihr allerd­ings selb­st her­aus­find­en, fürchte ich, denn das ist eine ziem­lich indi­vidu­elle und per­sön­liche Angelegenheit. ^^'
  6. Prob­lem: Meine Aussprache ist mega schlecht. Ich trau mich kein Stück Na'vi tat­säch­lich zu sprechen. 
    1. Lösung: Wie soll eure Aussprache bess­er wer­den, wenn ihr nicht sprecht? ;) Angst vor Fehlern (auch vor allem was Aussprache ange­ht) ist ver­ständlich, aber extrem hin­der­lich. Ihr ste­ht euch damit buch­stäblich selb­st im Weg. Da hil­ft nur eins: ein­fach machen… und üben, üben, üben.
      Ich bin's beste Beispiel; am Anfang meines "Na'vi-Studiums" habe ich ein gutes halbes Jahr oder länger kein Ster­benswörtchen auf Na'vi gesagt, weil ich ein­fach zu viel Schiss vor Bla­m­age hat­te — jet­zt weiß ich aber, dass ich mir dadurch die Sache nur unnötig schw­er­er gemacht bzw. meinen Fortschritt unnötig verzögert habe.
      In der Sprach­com­mu­ni­ty wird euch nie­mand aus­lachen, lächer­lich machen oder der­gle­ichen, nur, weil eure Aussprache nicht per­fekt ist. Wir haben alle mal ange­fan­gen zu ler­nen und selb­st die Fort­geschrit­te­nen machen immer noch regelmäßig Fehler. Also, das Gegen­teil ist der Fall; alle wer­den daran bemüht sein euch dabei zu helfen euch zu verbessern. So war's bei mir und vie­len anderen — bei euch auch. Aber dafür müsst ihr den Mund auf­machen und die Sprache auch sprechen! :D
  7. Prob­lem: Ich finde keine Leute, mit denen ich die Sprache anwen­den kann. 
    1. Lösung: Es gibt genug Leute mit­tler­weile, die die Sprache auf einem Lev­el beherrschen, das mehr oder min­der flüs­sige Kom­mu­nika­tion miteinan­der erlaubt. Allein auf dem Dis­cord-Serv­er von z.B. Kelu­tral wuseln täglich hun­derte Leute herum, vor allem aber die aktiv­en Kern­mit­glieder; und deren Zahl wird sich in den kom­menden Jahren sich­er nicht ver­ringern, vor allem, sobald die neuen Filme in die Kinos kom­men. Wenn mal jemand nicht schreibt, ini­ti­iert Kom­mu­nika­tion und kurbelt ein Gespräch an, egal ob in Textform oder im VoiceChat; es dürfte sich immer jemand find­en lassen, der mit euch chat­ten bzw. sprechen und üben möchte. Oder tretet ein­fach der deutschen Lern­gruppe oder dem englis­chen NCI-Pro­gramm bei, da trifft man sich eh min­destens ein­mal in der Woche zu fes­ten Zeit­en und wen­det die Sprache gemein­sam an. Oder grün­det eure eigene Gruppe. Oder sucht euch einen fes­ten Lern­part­ner, mit dem ihr zusam­men lernt und übt. Oder… oder… oder. Euch ste­hen so viele Optio­nen offen — ihr müsst sie nur nutzen :D

Das größte Prob­lem, das viele davon abhält zu ler­nen oder effek­tiv bess­er zu wer­den, ist der innere Schweine­hund — wie bei so vielem im Leben. Es liegt ganz allein an euch ihn zu über­winden und aktiv zu werden.
Investiert die Zeit und Energie, die ihr dafür aufwen­den würdet Ausre­den für's Nichtler­nen zu find­en, lieber darin stattdessen es ein­fach anzu­pack­en und tat­säch­lich zu lernen.
Also, lasst uns ler­nen! Oder auf Na'vi…

Ha nume ko! :D

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