06: Ich & Du: Fürwörter/Pronomen + "und" & "mit"

Für­wörter / Per­son­al­pronomen

Per­son­al­pronomen, hier oft auch nur Pronomen oder Für­wörter genan­nt, sind in jed­er Sprache essen­tiell. Wie son­st sollte man zwis­chen "ich" und "du" unter­schei­den?

Pronomen: Auch "Für­wort" oder "Per­so­n­en­wort". Ein Wort, welch­es ein anderes Wort (meist ein Sub­stan­tiv) oder ein Satzglied erset­zt.

Per­son­al­pronomen: Auch "per­sön­lich­es Für­wort". Ein für die sprechende(n) oder angesprochene(n) Person(en) bzw. Ding(e) ste­hen­des Pronomen, z.B.: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.

Die Pronomen in Na'vi sind etwas kom­pliziert­er bzw. vari­anten­re­ich­er gestal­tet als im Deutschen, da die Na'vi, wie wir ja bere­its gel­ernt haben, mehrere For­men des Plu­rals haben und Unter­schiede dazwis­chen machen, ob man z.B. die ange­sproch­ene Per­son in das "wir" mit ein­bezieht (inklu­siv) oder nicht (exk­lu­siv):

Einige dieser Per­son­al­pronomen haben wir auch schon gese­hen. Im Grunde sind sie rel­a­tiv logisch gestaffelt, aber ich weiß selb­st, dass es ein wenig dauert, bis man sie verin­ner­licht und vor allem auch den Unter­schied zwis­chen "inklu­siv" und "exk­lu­siv" ver­standen hat. Da hil­ft nur Übung, Wieder­hol­ung und zur Not Auswendigler­nen. :P

Also, vor allem die For­men von "wir" wer­den darin unterteilt, ob ich die Per­son, mit der ich spreche ("du"), in das "wir" mit ein­beziehe oder eben daraus ausklam­mere.

Vielle­icht macht es fol­gende Ver­bildlichung ja etwas klar­er (oenga, po — oe ist der Blick­winkel / Sprech­er und spricht die ganze Zeit mit nga):

 

Ein paar all­ge­meine Beispiele zur Unter­schei­dung der unter­schiedlichen For­men von "wir":

  • Neytiri und Jake jagen im Wald. Sie tre­f­fen zufäl­lig auf Tsu'tey und bericht­en ihm von ihrem Erfolg: "Moel yerik­it tspolang." Wir bei­de haben einen Yerik getötet.
    Hier wird moe ver­wen­det, weil Neytiri und Jake über sich selb­st sprechen und Tsu'tey nicht in das "wir" mit ein­beziehen — er war ja schließlich nicht am Jagder­folg beteiligt, son­dern hört jet­zt nur davon. Und natür­lich rümpft er verächtlich die Nase. :P
  • Ninat und Peyral sam­meln zusam­men mit fünf anderen Na'vi Feuer­holz draußen vor dem Kelu­tral. Es wird langsam dunkel, daher sagt Ninat zu allen: "Sweylu txo set awnga tivätxaw." Es wäre das beste, wenn wir jet­zt zurück­kehren wür­den.
    Sie ver­wen­det hier awnga, weil sie alle in der Gruppe anspricht und in das "wir" mit ein­bezieht.
  • Mo'at und Eytukan sprechen darüber Neytiri und Tsu'tey miteinan­der zu ver­heirat­en. Als Grace sich den bei­den nähert, been­den sie das Gespräch plöt­zlich und unter­bre­it­en Grace fol­gen­den Vorschlag, um das The­ma zu wech­seln: "Pxoeng yom ko." Lasst uns essen.
    Sie ver­wen­den pxo­eng, weil sie Grace in das "wir" mit ein­beziehen.

  • Lìle', Zaza und drei ihrer Fre­unde spie­len zusam­men, wie Kinder es nun mal gerne tun. Nguzan kommt auf sie zu und fragt, ob er mit­spie­len darf. Gemein, wie Kinder manch­mal lei­der sind, brüllt Lìle' ihm ent­ge­gen: "Kehe! Ke new ayoe uvan sivi ngahu pak!" Nein! Wir wollen nicht mit dir Blöd­mann spie­len! — Nguzan legt die Ohren und den Schwanz an und trot­tet trau­rig davon.
    Lìle' hat hier ayoe benutzt, weil sie den armen Nguzan logis­cher­weise nicht in das "wir" mit ein­be­zo­gen hat.
Es gibt auch poe (sie, fem­i­ninum) und poan (er, maskulinum), was man anstelle von po benutzen kann. Dies ist in der Regel aber nur notwendig, wenn aus dem Kon­text her­aus nicht klar ist (z.B. wenn in einem Satz son­st 2x po für zwei ver­schiedene Per­so­n­en vorkom­men würde), wer genau gemeint ist oder man beto­nen möchte, dass man über sie/ihn spricht. Zudem kann man poe und poan nicht in den Plur­al set­zen.

Generell kann man sagen, dass Na'vi die ganze Genus-Angele­gen­heit (also das "Geschlecht" von Wörtern) sehr lock­er sieht — "geschlecht­sneu­tralen" Wörtern oder Pronomen wird generell der Vorzug gegeben.

Wenn man geschlechtsspez­i­fis­che Wörter wie poe, poan, tute oder tutan ver­wen­det, wird die Beto­nung nor­maler­weise auch auf die auf das Geschlecht bezo­ge­nen Suf­fixe -e oder -an gelegt. Der Regelfall ist aber, dass diese Sil­ben nicht betont wer­den, wie z.B. in 'ite, 'itan, tsmuke, tsmukan, muntxate, muntxatan, 'eve, 'evan.  Diese Suf­fixe sind übri­gens nicht pro­duk­tiv (man kann sie also nicht frei Schnau­ze an Wörter anhän­gen).

Anstelle von ayoeng wird vorwiegend awnga benutzt; bei­de Wörter bedeuten das­selbe. Apro­pos ayo­engoeng, pxo­eng und ayo­eng bilden mit Fal­l­en­dun­gen nicht oengìl, son­dern oengal, pxo­engal, ayo­engal, usw. …
Das liegt daran, dass oeng (und die Plu­ral­for­men davon) aus oe + nga gebildet wur­den, aber das a von nga wurde ver­schluckt — es taucht aber wieder auf, sobald Fal­l­en­dun­gen hin­ten an dieses Pronomen gehängt wer­den.

Übri­gens, eine Über­sicht aller Per­son­al­pronomen inkl. aller möglich­er For­men der­sel­ben find­et ihr im Kern­gram­matik-Sam­mel­suri­um.

 

Übung I:

Lasst uns das Ganze mal an ein paar Beispie­len bzw. Gedanken­ex­per­i­menten üben.

1 / 4

Ich und mein Fre­und schwim­men ger­ade ein paar Run­den im Fluss. Mein Vater kommt vor­bei und sagt mir, dass ich nach Hause kom­men soll — ich will aber noch nicht zurück. Wenn ich meinem Vater also sage, dass ich und mein Fre­und noch bleiben wollen, welch­es Pronomen muss ich für mich und meinen Fre­und ver­wen­den?

2 / 4

Wenn ich mein­er Mut­ter nach der Schule erzäh­le, dass zwei mein­er Mitschüler mich heute gehänselt haben, welch­es Pronomen wäre für die bei­den Mis­setäter das kor­rek­te?

3 / 4

Auf der Arbeit arbeit­en die Mit­glieder von Team A und Team B ger­ade an ver­schiede­nen Pro­jek­ten. Team A möchte angeben und sagt zu Team B, dass ihre eigene Arbeit (also die von Team A) qual­i­ta­tiv hochw­er­tiger ist als die von Team B. Welch­es Pronomen würde Team A hier benutzen, um Team B zu adressieren / anzus­prechen? Und welch­es, um über sich selb­st zu Team B zu sprechen?

4 / 4

Es ist Mit­tagspause und ich habe Hunger. Welch­es Pronomen würde ich benutzen, um meinem Kol­le­gen vorzuschla­gen, dass wir bei­de jet­zt zu Mit­tag essen soll­ten?

Prozentzahl richtiger Antworten:

0%

 

 

 & ulte — "und"

Ich möchte euch erst mal zwei kleine nüt­zliche Wörter vorstellen, die es uns erlauben entwed­er mehrere Dinge/Handlungen oder aber mehrere Sätze miteinan­der zu verbinden — und ulte. Bei­de bedeuten "und".
Im Deutschen ken­nen wir nur ein "und", Na'vi ken­nt allerd­ings zwei ver­schiedene, die in unter­schiedlichen Sit­u­a­tio­nen zum Ein­satz kom­men.

Kon­junk­tion: Auch "Binde­wort" oder "Füge­wort". Ein Wort, das der Verbindung zwis­chen Wörtern oder Wort­grup­pen dient, z.B. indem man mit diesem Wort mehrere andere Wörter auflis­tet oder mehrere Sätze miteinan­der zu einem Satz verbindet, indem es z.B. einen Neben­satz nach einem Haupt­satz ein­leit­et. Beispiele: und, aber, daher, weil, usw.

 

ulte ist eine solche Kon­junk­tion (conj. im Wörter­buch). Dieses Wörtchen verbindet mehrere Sätze miteinan­der.

Beispiele:

Trram oel mefayoangit syep ultetrr mefoti yom. Gestern fing ich zwei Fis­che und heute esse ich sie.

Die erste Aussage/Idee ist, dass ich gestern zwei Fis­che gefan­gen habe. Die andere ist, dass ich sie heute esse. Bei­de Teil­sätze, die mit "und" ver­bun­den wur­den, funk­tion­ieren auch alleine ste­hend ("Gestern fing ich zwei Fis­che. Heute esse ich sie.") — die Wahl fällt also auf ulte.

Beachtet, dass hier der Han­del­nde (Sub­jekt) bei­der Teil­sätze oel ist ("Trram oel mefayoan­git syep. Fìtrr oel mefoti yom.") — man muss oel im zweit­en Teil­satz also nicht wieder­holen, weil es von sich aus schon impliziert/mit eingeschlossen ist bzw. sich aus dem Sinn des Satzes her­aus ergibt.
Und weil oel eben­falls im zweit­en Teil ("fìtrr [oel] mefoti yom") das (wegge­lassene) Sub­jekt und yom ein tran­si­tives Verb ist, muss -ti an mefo ange­hängt wer­den, weil son­st nicht klar wäre, wer gegessen wird.
Teil­satzüber­greifende Gram­matikregeln wer­den von kleinen Wörtchen wie ulte oder das bewusste Fal­l­en­lassen sich son­st wieder­holen­der Ele­mente (wie hier oel) und Co. in der Regel nicht außer Kraft geset­zt! ;)

 

Oel ngati kameie, ma tsmukan, ulte ngaru seiyi irayo. Ich sehe dich, Brud­er, und ich danke dir.
Dass ich meinen Brud­er sehe ist die erste Idee/Aussage — dass ich ihm danke, ist die zweite. Diese bei­den Teil­sätze sind Ele­mente ver­schieden­er Ideen/Aussagen, also müssen sie mit ulte ver­bun­den wer­den.
Anders aus­ge­drückt: Hier wer­den zwei Sätze bzw. Ideen/Aussagen miteinan­der ver­bun­den, die ohne ulte auch prob­lem­los als eigen­ständi­ge Sätze funk­tion­ieren wür­den ("Oel ngati kameie. [Oe] ngaru seiyi irayo.").
Wenn durch ein "und" ver­bun­dene (Teil-)Sätze auch ohne "und" Sinn ergeben, ist dies ein guter Indika­tor dafür, dass man hier ulte ver­wen­den sollte.

 

 

ist eine Kon­junk­tion, die mehrere Dinge/Lebewesen oder Hand­lun­gen in Form ein­er Aufzäh­lung aneinan­der­rei­ht. Diese aneinan­derg­erei­ht­en Ele­mente müssen Ele­mente der­sel­ben Idee bzw. des­sel­ben Konzepts/der sel­ben Aus­sage sein, um sie mit verbinden zu kön­nen.
Es wird niemals ver­wen­det, um Teil­sätze zu verbinden, son­dern nur um Aufzäh­lun­gen bzw. Lis­ten (von Sub­stan­tiv­en, Namen, Adjek­tiv­en, Pronomen, Ver­ben etc.) zu bilden — und muss dabei zwis­chen jedem Ele­ment dieser Liste ver­wen­det wer­den.

Beispiele:

 

Oer sunu fwa slele sì yom sì hahaw sì weyn. Ich mag es zu schwim­men, zu essen, zu schlafen und zu zeich­nen.
Hier geht es darum, welche Hand­lun­gen mir gefall­en. Dies ist eine einzelne Idee/Aussage mit Auflis­tung der Hand­lun­gen, an denen ich Gefall­en finde, die Wahl fällt also auf .

Oel ayngati kameie, ma smukan sì smuke. Ich sehe euch, Brüder und Schwest­ern.
Hier wer­den smukan und smuke direkt aufge­lis­tet und ange­sprochen, also fällt die Wahl auf .

 

nume sivi poru fte pivlltxe sì tivìran nìayoeng. Bringe ihm bei auf unsere Weise zu sprechen und zu gehen.
Hier wer­den zwei Hand­lun­gen aufgezählt ("zu sprechen und zu gehen"). Diese bei­den Hand­lun­gen sind Teil der­sel­ben Aus­sage ("bringe ihm bei…"), die Wahl fällt also auf .

Nìayoeng wird umgangssprach­lich [naj.ˈwɛŋ] aus­ge­sprochen, also eher wie "nayweng". Die reg­uläre Aussprache aller Sil­ben ist weniger umgangssprach­lich und dem­nach etwas höflich­er, nì-ay-oeng ("nìayweng").

 

Sunu poru syulang sì mauti sì fwa tswayon yaka. Ihm/ihr gefall­en Blu­men, Früchte und durch die Luft zu fliegen.
Hier ist das Inter­es­sante, dass nicht nur zwei Sub­stan­tive aufgezählt wer­den, son­dern auch ein Na’vi-scher Neben­satz, "und die Sache welche ist: durch die Luft fliegen" — auch hier fällt die Wahl also auf . (Zu fwa bzw. den F‑Wörtern ler­nen wir aber erst in Lek­tion 14 mehr.)

 

kann man (wie auch Adpo­si­tio­nen → Lek­tion 11) entwed­er mit Leerze­ichen vor ein Wort stellen oder direkt dahin­ter anhän­gen.
Beispiele: oe nga oder oe nga ich und du. nga oe du und ich. Ver­an­schaulicht an den Beispiel­sätzen von ger­ade eben:
Oer sunu fwa slele yom hahawweyn.
Oel ayn­gati kameie, ma smukan smuke.
Sänume sivi poru fte pivlltxe tivìran nìay­o­eng.

Man kann es auch an (Pro-)Nomen anhän­gen, an denen bere­its eine Fal­l­en­dung klebt:

Tsu'teyl Neytir­il Tsyeyk­it tse'a. Tsu'tey und Neytiri sehen Jake.

Bei ulte geht dies nicht; es muss immer frei ste­hen!

 

Übung II:

Set­zt ulte oder in fol­gende Sätze kor­rekt ein und über­set­zt sie:

  1. Tsmuke __ tsmukan tìran kxamna'rìng __ (mefol) ayutralit nìn.
  2. Nantangìl __ palulukanìl ultxarun yerik­it.
  3. Nga srung si oeru __ oe irayo si ngaru.
  4. Lu oer mipa nantangt­syìp __ 'efu oe nitramtxan.

Vok­a­beln: tsmuke = die Schwest­er; tsmukan = der Brud­er; ran = wan­deln, spazieren, wan­dern; kxam = durch, hin­durch; nìn = betra­cht­en, anschauen; nantang = der Nat­ter­wolf; palulukan = der Thana­tor; ultxarun = jeman­den (zufäl­lig) tre­f­fen / begeg­ben; srung si = (jeman­dem) helfen; irayo si = (jeman­dem) danken; mip = neu; nantangt­syìp = der Hund (Nat­ter­wölflein); 'efu = (sich) fühlen; nitram = glück­lich; txan = sehr.

 

 

hu & fa — "mit"

Jet­zt geht's um ein weit­eres Wort­pärchen, die auf Deutsch über­set­zt zwar gle­ich klin­gen bzw. das gle­iche bedeuten ("mit"), aber eben­falls in ver­schiede­nen Sit­u­a­tio­nen zum Ein­satz kom­men; hu und fa. Die bei­den Wörter sind aber keine Kon­junk­tio­nen, son­dern Adpo­si­tio­nen.

Adpo­si­tion: Auch "Prä­po­si­tion" oder "Ver­hält­nis­wort" genan­nt. Ein Wort, das Wörter zueinan­der in Beziehung set­zt und ein bes­timmtes (räum­lich­es, zeitlich­es o. ä.) Ver­hält­nis angibt. Beispiele: bis, um, nach, mit, auf, über, hin­ter, für, wegen, usw. — "Ich bin auf dem Berg", "Du rennst in den Wald hinein".
hu und fa ver­hal­ten sich wie im Bezug auf Sub­stan­tive; man kann sie also mit Leerze­ichen voranstellen oder direkt hin­ten an ein Sub­stan­tiv anhän­gen; hu nga / ngahu, fa sä'o / sä'ofa.

Erin­nert ihr euch noch an ne aus der let­zten Lek­tion ("tsam­siyu slu ne taronyu")? Genau das selbe wie mit hu und fa oder kann man auch mit ne machen, es also vor das betr­e­f­fende Wort stellen, oder aber direkt hin­ten anhän­gen:
Tsam­siyu slu ne taronyu / Tsam­siyu slu taronyune.

 

 

hu wird ver­wen­det, wenn man in Begleitung von jeman­dem ist, also z.B. mit jeman­dem unter­wegs ist, mit jeman­dem essen geht, mit seinem Hund spielt etc.

Beispiele:

Eywa ngahu (livu). (Möge) Eywa mit dir (sein).

Hu 'eylan uvan si oe. Ich spiele mit einem Fre­und.

Po pängkxo Neytirihu. Er/sie plaud­ert mit Neytiri.

 

 

fa wird ver­wen­det, wenn man mit Hil­fe von ein­er Sache oder jeman­dem etwas macht, z.B. mit Mess­er und Gabel essen, mit Hil­fe ein­er Brille lesen, mit Hil­fe eines Ikran fliegen etc.

Beispiele:

Oel relit weyn fa relvul. Ich zeichne mit Hil­fe eines Stiftes ein Bild / Ich zeichne ein Bild mit einem Stift.

Oel omum tsat keyrelfa ngeyä. Ich weiß das durch ("mit/durch Hil­fe deines") deinen Gesicht­saus­druck.

Po pamtseo si fa 'otxang. Er/sie macht Musik mit Hil­fe eines Musik­intsru­ments. / Er/sie musiziert mit einem (Musik-)Instrument.

Oe tswayon ikranfa. Ich fliege mit Hil­fe eines Ikran / Ich fliege mit einem Ikran. / Ich fliege einen Ikran.

 

Es heißt zwar oe tsway­on ikran­fa, aber wenn man ein Pa'li reit­et, dann hieße es oel pa'liti mak­to. Der Grund dafür ist, dass tsway­on intran­si­tiv ist und fa die ele­gan­teste Lösung ist, um auszu­drück­en, dass man eben einen Ikran fliegt — aber mak­to ist tran­si­tiv und kann bzw. muss hier "reg­ulär" (vtr. + L & T‑Endung, siehe Lek­tion 03) ver­wen­det wer­den.

 

Übung III:

Fügt hu oder fa kor­rekt in die Lück­en ein und über­set­zt:

  1. Sempul taron __ 'itan.
  2. Pamrel si po 'upxareru pensìl__.
  3. Tsyeyk plltxe Tsu'tey__.
  4. Oe 'eylan__ uvan si rum__.

 

 

 

Darf man sì, fu und Co. (Kon­junk­tio­nen) auch mal weglassen, oder muss man sie wirk­lich immer benutzen?

Nun, unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen darf man sie auch aus­lassen. Beispiele:

Yola krr, txana krr, ke tsran­ten. Es ist egal, wie lang es dauert. ("Kurze Zeit, lange Zeit, ist nicht wichtig".)

'uo a fpi rey'eng Eywa'evengmì 'rrtamì tsran­ten nìtx­an awngaru nìwotx. Etwas, dass uns allen sehr wichtig ist zum Wohle des Gle­ichgewichts des Lebens auf der Erde und auf Pan­do­ra.

Lora aylì'u, lora aysäf­pìl. Schöne Worte, schöne Ideen.

Flä, ke flä, ley säf­mi. Egal ob man Erfolg hat oder nicht, was zählt ist der Ver­such.

Sofern Phrasen entsprechend kurz und par­al­lel (= ähn­lich, spiegel­nd; yola krr, txana krr; Eywa'evengmì, 'rrtamì; flä, ke flä) sind, darf man Kon­juk­tio­nen auch fall­en lassen.

 

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