15: "Topical" ‑ìri

Die Fal­l­en­dung für The­men

Nun, wie soll ich euch dieses Konzept erk­lären… Soll­tet ihr jemals Japanisch gel­ernt haben (sei es auch nur ein wenig), werdet ihr sich­er mal は (wa) über den Weg gelaufen sein. -(ì)ri ist gar nicht so sehr anders als das japanis­che "wa"; bei­de leg­en das Haupt­the­ma ("Top­ic") des Satzes fest.

 

-ìri ist eine Fal­l­en­dung wie L, T, R und , die man nur an Sub­stan­tive anheften und am ehesten mit Beispie­len erk­lären kann:

  • Srungìri irayo seiyi ngaru. Was die Hil­fe ange­ht: (ich) danke dir. = Was die Hil­fe ange­ht, danke ich dir. = (Ich) danke dir für die Hil­fe.
  • Fìskx­awngìri tsap'alute sän­gi oe ngaru. Was diesen Idioten ange­ht: ich entschuldige mich bei dir :( = Ich entschuldige mich bei dir für diesen Idioten :(

Noch ein paar Beispiel­sätze aus dem Film und aus Cirque du Soleils "Toruk — The First Flight":

  • 'Awvea ultxari ohengeyä, Naw­ma Sa'nok lrrtok siveiyi. Was unser bei­der erstes Tre­f­fen ange­ht, möge die große Mut­ter lächeln. = Möge die große Mut­ter über unser erstes Tre­f­fen lächeln.
  • Pori awngaru lu tìkin a nume nì'ul. Was ihn ange­ht: uns ist/wir haben das Bedürf­nis, welch­es ist: mehr zu ler­nen. = Wir müssen mehr über ihn lernen/erfahren.
  • Ma 'ite, awngeyä fya'ori zene nga sänume sivi poru O Tochter, was unseren Weg/unsere Art und Weise ange­ht, musst du ihm beib­rin­gen… = O Tochter, du musst ihm über unseren Weg beib­rin­gen, …
  • Eyawrfyari zene tsli­vam fya'ot a mìn kifkey. Eyawrfyari zene tsli­vam fya'ot a sngä'i tìrey.
    Was den richti­gen Weg ange­ht, muss (man) die Weise ver­ste­hen, wie die Welt sich dreht. Was den richti­gen Weg ange­ht, muss (man) die Weise ver­ste­hen, wie das Leben begin­nt.

Der Top­i­cal etabliert das The­ma bzw. den Kon­text eines Satzes.

-ìri = The­ma des Satzes — und alles, was darauf fol­gt, ist im Grunde ein dazu weit­er­führen­der Kom­men­tar.

 

Die Top­i­cal-(ì)ri-Endung wird wie fol­gt gebildet:
Sub­stan­tive, die auf ein… enden, bekom­men:

♦ Kon­so­nant, LL oder RR: -ìri 

♦ Vokal oder Dop­pel­laut: -ri

Beispiele:

auf … endend Top­i­cal-Endung
Kon­so­nant Mo'at-ìri; payoang-ìri; 'angt­sìk-ìri
Pseudovokal (LL, RR) kxll-ìri; ngrr-ìri
Vokal 'ora-ri; fwäkì-ri; tute-ri; yayo-ri
Dop­pel­laut (AY, EY, AW, EW) karyu­nay-ri, Tsu'tey-ri, taw-ri, flew-ri

 

 

Neben­sätze oder Ver­ben als The­ma

Wie wir in der let­zten Lek­tion in der Über­sicht der F‑Wörter gese­hen haben, gibt es auch fì'uri a bzw. furia. Man kann es am ehesten mit "Was diese Sache ange­ht, …" oder "Dafür, dass…" über­set­zen. Es kommt dann zum Ein­satz, wenn man etwas in den Fokus rück­en will, was kein ein­fach­es Sub­stan­tiv ist, son­dern stattdessen ein Verb oder Teil­satz, der ein Verb enthält — denn an Teil­sätze oder Ver­ben kann man ja kein -ìri hän­gen, wo dann eben furia (oder tsaria) ein­springt. ;) Beispiele:

Fì'uri irayo seiyi ngaru. Was diese Sache ange­ht, danke ich dir. Für diese Sache/dafür danke ich dir.

Fì'uri a / furia nga srung soli oeru, oe irayo seiyi ngaru. Was diese Sache ange­ht, welche (ist): du hast mir geholfen: ich danke dir. = Dafür, dass du mir geholfen hast, danke ich dir.

Furia fìskx­awng lolän­gu räp­tum, tsap'alute si oe ngaru. Dafür, dass dieser Idiot unhöflich war :(, entschuldige ich mich bei dir.

Furia ikran ngeyä tol­erkup, afpawng si oe. Was diese Sache ange­ht, dass dein Ikran gestor­ben ist, trauere ich. = Ich trauere darum, dass dein Ikran gestor­ben ist.

Ihr habt's vielle­icht schon fest­gestellt; der Top­i­cal bzw. der Teil mit sel­bigem kommt immer an den Satzan­fang. Aus­nah­men zu dieser Regel gibt es nur in der Poe­sie oder wenn der Satz mit Top­i­cal ein Neben­satz und von anderen Teil­sätzen umk­lam­mert ist. Beispiel:
Srake nìn­gay spaw ngal futa furia nol­ume poe fya'oteri a taron (fko) poeru srung soli poan?

 

Übung I:

Was heißt denn oben ste­hen­der Satz? :)

 

Ver­gle­ichen wir nochmal kurz den Top­i­cal direkt an einem Sub­stan­tiv und furia. Wir erin­nern uns; "Furia kommt dann zum Ein­satz, wenn man etwas in den Fokus rück­en will, was kein ein­fach­es Sub­stan­tiv ist, son­dern stattdessen ein Verb oder Teil­satz, der ein Verb enthält — denn an Teil­sätze oder Ver­ben kann man ja kein -ìri hän­gen, wo dann eben furia (oder tsaria) ein­springt."

Tìkangkemviri oel srun­git kayin. Bei dem Pro­jekt werde ich Hil­fe brauchen.
Furia tìkangkemviru hasey si, oel srun­git kayin. Ich werde Hil­fe dabei brauchen, das Pro­jekt abzuschließen.

 

 

Der Top­i­cal und intran­si­tive Ver­ben

Ihr habt sich­er schon mit­bekom­men, dass nume intran­si­tiv ist. Aber wie sagt man denn nun, dass man etwas lernt? Natür­lich mit dem Top­i­cal :) Man kann ihn mit vie­len intran­si­tiv­en Ver­ben ver­wen­den, aber nume ist wohl das am häu­fig­sten vork­om­mende bzw. man kann nur mit dem Top­i­cal aus­drück­en, was man lernt:

Lì'fyari (leNa'vi) nerume oe. Was die (Na'vi-sche) Sprache ange­ht, lerne ich. = Ich lerne die Sprache/Na'vi.

Wenn man nume nicht direkt mit "ler­nen" über­set­zt, son­dern eher mit "Wis­sen erlan­gen, Wis­sen anhäufen" über­set­zt, macht die Ver­wen­dung des Top­i­cals hier noch mehr Sinn:

"Was die Sprache der Na'vi bet­rifft, samm­le ich Wis­sen" = "Ich lerne die Sprache der Na'vi".

Auf Na'vi ste­ht "Na'vi" eigentlich nur für die Spezies bzw. das Volk und nicht für die Sprache. Die Na'vi beze­ich­nen ihre Sprache ein­fach nur als lì'fya. Man kann, wenn man möchte, leNa'vi dran­hän­gen, was im Grunde aber nicht nötig ist — denn ist nur von der Sprache, lì'fya, die Rede, so wird meist automa­tisch "Sprache der Na'vi" ver­standen (es sei denn, der Kon­text sagt etwas anderes). Andere Sprachen brauchen dage­gen das entsprechende Adjek­tiv: lì'fya aToit­sye, lì'fya le'ìnglìsì etc.

Und wie ihr bish­er vielle­icht schon bemerkt habt, sind in den oben ste­hen­den Beispiel­sätzen ziem­lich viele intran­si­tive bzw. vor allem si-Ver­ben zu find­en. Der Top­i­cal und intran­si­tive Ver­ben sind ein­fach ein gutes und ele­gantes Team! ;D Weit­eres Beispiel:

Tìnokxìri atìflän­ga' Eywaru aho tsahìk. Was eine erfol­gre­iche Geburt ange­ht, betet die Tsahìk zu Eywa. = Die Tsahìk (Schamanin) betet zu Eywa für eine erfol­gre­iche Geburt.

Intran­si­tive Ver­ben und der Top­i­cal sind deswe­gen ein so gutes Team, weil intran­si­tive Ver­ben oft kein Objekt/Ziel der Hand­lung haben kön­nen (manche erlauben nicht ein­mal die -ru-Endung), und da ist der Top­i­cal mehr als nur nüt­zlich, um dies zu umge­hen und den­noch die gram­matikalis­chen und logis­chen Rela­tio­nen der einzel­nen Wörter des Satzes zueinan­der klar zu machen.

Eine Liste intran­si­tiv­er Ver­ben, die häu­fig den Top­i­cal erforder­lich machen, find­et ihr weit­er unten.

 

 

Unveräußer­lich­er Besitz

Der Top­i­cal wird, wie in Lek­tion 07 ange­sprochen, aber auch für "unveräußer­lichen" Besitz ver­wen­det, also für Dinge, die man nicht veräußern kann, also z.B. Kör­perteile, Organe, das Leben, die Seele, Stimme, Fam­i­lien­mit­glieder, usw. Beispiele:

Ngari hu Eywa salew tirea. Was dich ange­ht, der Geist geht mit Eywa. = Dein Geist geht mit Eywa.
Ngari nikre sunu oeru. Was dich ange­ht, mir gefall­en die Haare. = Mir gefall­en deine Haare.
Oeri re'o tìs­raw sän­gi. Was mich ange­ht, der Kopf tut weh :-( = Mein Kopf tut weh :-(
Pori 'ur fkan lor. Was sie ange­ht, das Antlitz erscheint den Sin­nen als schön. = Sie schaut gut aus :P
Neytiriri tsmuke tol­erkup. Was Neytiri ange­ht, die Schwest­er ist gestor­ben. = Neytiris Schwest­er ist gestor­ben.
Oeri tsaw eltur tìtx­en si. Was mich bet­rifft, das erweckt das Gehirn. = Das finde ich inter­es­sant.
Ngari txe'lan mawey livu. Möge dein Herz ruhig sein. = Mach dir keinen Kopf, nur die Ruhe, mach dir keine Sor­gen.

Er kann auch für Ver­gle­iche ver­wen­det wer­den (→ Lek­tion 20).

 

 

 

Top­i­cal ist nicht gle­ich Sub­jekt (und anders herum),
bzw. wann man den Top­i­cal braucht und wann nicht

Der Top­i­cal sollte nicht anstelle des Sub­jek­ts eines Satzes ver­wen­det wer­den bzw. er ist nicht gle­ich­w­er­tig mit der gram­matikalis­chen Funk­tion des Sub­jek­ts und die bei­den kön­nen nicht anstelle voneinan­der ver­wen­det wer­den.
Die meis­ten Sätze (egal ob Haupt- oder Neben­satz) benöti­gen ein Sub­jekt, also jemand, der die Hand­lung des Verbs aus­führt. Erst wenn man das The­ma auf ein neues wech­seln möchte oder die Gram­matik den Top­i­cal erforder­lich macht, sollte man auf ihn zurück­greifen. Checkt also zuerst immer, ob ihr ein Verb und Sub­jekt (selb­st solche, die "ver­steckt" bzw. "aus­ge­lassen" sind) im Satz habt — und erst wenn ihr dies mit "ja" beant­worten kön­nt, kön­nt ihr über die zusät­zliche Ver­wen­dung des Top­i­cals nach­denken. Den Top­i­cal anstelle des (indi­rek­ten) Objek­ts zu ver­wen­den ist in den aller­meis­ten Fällen frag­würdig bis unnötig oder gar schlichtweg falsch; die einzige Aus­nahme, die ich dazu gefun­den habe, war im Zusam­men­hang mit pam­rel si: "Ngari 'upxare­ru pam­rel soli" anstatt "Ngaru 'upxare­ru pam­rel soli" (wir erin­nern uns; pam­rel si kann den dop­pel­ten Dativ her­vor­rufen).

Der Top­i­cal kann immer einen Satz ein­leit­en, sei es durch Nomen+ìri oder furia, jedoch sollte man eben darauf acht­en, dass man durch dessen Ver­wen­dung nicht das Sub­jekt des Satzes aus­tauscht bzw. weglässt.
Man sollte dem Sub­jekt vor dem Top­i­cal immer den Vorzug geben und erst dann auf den Top­i­cal zurück­greifen, wenn er den Satz sin­nvoll ergänzt. Kurzum: Sub­jekt > Top­i­cal.
Selb­st wenn man in einem Gespräch z.B. das The­ma auf sich lenken möchte, zum Beispiel nach­dem in die Runde gefragt wurde welch­es Musik­genre man am lieb­sten mag, kann man mit "oeri" ("Was mich bet­rifft…") begin­nen, sollte dabei aber im Kopf behal­ten, dass oeri (Top­i­cal) hier nicht oe(l) (Sub­jekt) erset­zt: Oeri, (oel) fnepamt­seoti alu Met­al so'ha.

Schauen wir uns dazu nochmal die in dieser Lek­tion ver­wen­de­ten Beispiel­sätze an. In allen von ihnen find­et ihr neben den Top­i­cal immer ein Sub­jekt und ein Verb:

Srungìri (oe) irayo seiyi ngaru.
Fìskx­awngìri tsap'alute sän­gi oe ngaru.
'Awvea ultxari ohengeyä, Naw­ma Sa'nok lrrtok siveiyi.
Pori awngaru lu tìkin a nume nì'ul.
Ma 'ite, awngeyä fya'ori zene nga sänume sivi poru…
Eyawrf­yari (fko) zene tsli­vam fya'ot a mìn kifkey. Eyawrf­yari (fko) zene tsli­vam fya'ot a sngä'i tìrey.
Furia ikran ngeyä tol­erkup, afpawng si oe.
Tìkangkemviri oel srun­git kayin.
Lì'fyari (leNa'vi) nerume oe.
Tìnokxìri atìflän­ga' Eywaru aho tsahìk.
Ngari hu Eywa salew tirea.

 

Wenn ich jet­zt also einen deutschen Aus­gangssatz habe, den ich auf Na'vi über­set­zen möchte, mir aber nicht sich­er bin, ob ich dafür den Top­i­cal brauche, kann ich wie fol­gt vorge­hen:

Beispiel­satz: "Dass du so schön singst, erfüllt mich mit Freude."

Schießen wir gle­ich mal über's Ziel hin­aus und bauen den Top­i­cal ein. Ihn ver­wen­den kann man rein the­o­retisch immer, die Frage ist dann halt nur, ob das auch wirk­lich sin­nvoll ist und den Satz entsprechend ergänzt bzw. verbessert.

Über­set­zt erhalte ich dann also so etwas wie: Furia rol nga nìlor fìtx­an, teya si oeru.

Gehen wir nochmal nach dem an den Beispiel­sätzen ver­an­schaulicht­en Prinzip vor. Was ist hier der Haup­satz? Furia … teya si oeru. Ok. Gibt es ein Verb und Sub­jekt? … Kein Sub­jekt?! Ok, dann stimmt hier etwas noch nicht. Mal sehen… wir haben stattdessen aber einen Top­i­cal, furia. Was passiert, wenn ich den durch ein passendes Sub­jekt erset­ze?

Fwa rol nga nìlor fìtx­an, teya si oeru.

Aaaah, bess­er. Passt. Sub­jekt, Verb, funk­tion­iert. Man kann nun den­noch wahlweise zusät­zlich den Top­i­cal ver­wen­den, ohne die Union aus Sub­jekt und Verb zu zer­stören, z.B. indem man sagt:
Sä'eoiori fwa rol nga nìlor fìtx­an, teya si oeru. Was die Zer­e­monie bet­rifft, dass du so schön singst, erfüllt mich mit Freude.

Funk­tion­iert so, ist nur die Frage, ob es nicht eine bessere bzw. passende Vari­a­tion gibt, z.B. indem man sä'eoiori gegen sä'eoiokrrka auswech­selt:
Fwa sä'eoiokrrka rol nga nìlor fìtx­an, teya si oeru. Dass du während der Zer­e­monie so schön singst, erfüllt mich mit Freude.

 

Nehmen wir noch ein Beispiel, denn dop­pelt hält ja bekan­ntlich bess­er. ^^ Über­set­zen wir mal "Entschuldige, dass ich auf Deutsch gesprochen habe".

Über­set­zen würde ich es wie fol­gt: Furia (oe) poltxe nìToit­sye, oeru txoa livu.
Sub­jekt, Verb? Jep und jep. Passt. Ich kann auch nochmal ver­suchen den Satz auf andere (wörtlichere) Weise ins Deutsche zurück zu über­set­zen:
"Dafür, dass ich auf Deutsch gesprochen habe, sei mir Vergebung/sei mir verziehen." Funk­tion­iert, die Exis­tenz des Top­i­cals ist hier also nicht nur gerecht­fer­tigt, son­dern auch nötig, um "für / dafür, dass…" aus­drück­en zu kön­nen. :)

 

Generell lässt sich sagen, dass die Ver­wen­dung des Top­i­cals nur dann wahrschein­lich nötig ist, wenn fol­gende Ver­ben bzw. Hand­lun­gen involviert sind (abseits von bzw. zusät­zlich zu den anderen hier vorgestell­ten häu­fi­gen Ver­wen­dungsweisen):

für etwas danken, dankbar sein Xìri… irayo, irayo si
für etwas beten Xìri… aho
für etwas um Verzei­hung / Entschuldigung bit­ten, sich für etwas entschuldigen Xìri… Z‑ru txoa livu, tsap'alute si
um etwas trauern Xìri… afpawng si
für etwas ver­ant­wortlich sein Xìri… kll­fro'
Glück / gutes Gelin­gen wün­schen, Glück­wün­sche Xìri… etrì­pa syayvi (ngaru livu); seykx­el sì nitram (nga livu); (ay)lrrtok ngaru (livu); Naw­ma Sa'nok lrrtok sivi
auf etwas warten; etwas (voller Vor­freude) erwarten; im Bezug auf etwas zögern, etwas hin­auszögern Xìri… pey; srefey (sref­er­eiey nìprrte'); hìpey
mit etwas beschäftigt sein (neu­tral; neg­a­tiv; pos­i­tiv) Xìri… 'ìn; vrrìn; sulìn
an etwas arbeit­en Xìri… tìkangkem si
an etwas üben Xìri… tskx­ekeng si
sich auf etwas konzen­tri­eren Xìri… kanf­pìl
etwas ler­nen, Wis­sen sam­meln Xìri… nume
auf etwas antworten Xìri… 'eyng, tìng tì'eyngit
durch/von etwas mit Freude erfüllt sein Xìri… Y Z‑ru teya si
mit etwas ist alles in Ord­nung Xìri… fraw­zo (fra'u zo)
sich etwas (ein­er Her­aus­forderung) stellen Xìri… sa
bei etwas ver­sagen, etwas ver­sauen Xìri… nui
bei etwas Erfolg haben, erfol­gre­ich sein Xìri… flä
mit/bei etwas helfen Xìri… srung si
sich über/wegen etwas glücklich/traurig/… fühlen Xìri… 'efu nitram/keftxo/…
jeman­den über etwas unter­richt­en Xìri… sänume si
etwas nah/fern sein / nahe/weit weg bei/von etwas sein Xìri… sim; lìm
bei etwas schlechter / bess­er wer­den Xìri… fe'ul; tsan'ul
im Bezug auf etwas beschw­eren; protestieren Xìri… leymfe'; leymkem
auf etwas neugierig sein, mehr über etwas wis­sen wollen Xìri… newo­m­um
im Bezug zu etwas jeman­dem zus­tim­men Xìri… mllte
vor etwas Angst haben; sich um/wegen etwas sor­gen Xìri… txopu si; sngum si
etwas akzep­tieren, sich damit abfind­en, etwas über­winden Xìri… walew
 

… sowie einige weit­ere (vor allem intran­si­tive) Ver­ben. Diese Liste heißt nicht, dass man den Top­i­cal zwin­gend immer für all diese Ver­ben ver­wen­den muss, aber wenn ihr diese Ver­ben seht, ver­sucht zu beacht­en, dass der Top­i­cal wahrschein­lich entwed­er eine Option ist oder tat­säch­lich gebraucht wird, um die gewün­schte Bedeu­tung entsprechend trans­portieren zu kön­nen.

Ich hoffe vor allem dieser Abschnitt hier hil­ft euch dabei ein Gefühl für die Ver­wen­dung des Top­i­cals zu entwick­eln, bzw. wann es eine gute Idee ist auf ihn zurück zu greifen und wann nicht. :)

 

 

 

Dif­feren­zierung zu ähn­lichen, aber anderen Bedeu­tun­gen

Man kön­nte schnell der Ver­lock­ung anheim­fall­en, den Top­i­cal mit "wegen" oder ähn­lichem zu über­set­zen, was aber inko­r­rekt wäre, weil es da ein­fach Bedeu­tung­sun­ter­schiede gibt, im Deutschen wie auf Na'vi. Hier mal ein Satz mit ver­schiede­nen gram­matikalis­chen Ele­menten, um die unter­schiedlichen Nuan­cen in Bedeu­tungsvari­anten deut­lich zu machen:

Furia skxir ngeyä zoslu, 'efu oe nitram nì'aw.
Darüber, dass deine Wunde ver­heilt, bin ich ein­fach nur glück­lich.

Talu­na skxir ngeyä zoslu, 'efu oe nitram nì'aw.
Weil deine Wunde ver­heilt, bin ich ein­fach nur glück­lich.

Skxirtalun azoslusu ngeyä, 'efu oe nitram nì'aw.
Wegen dein­er ver­heilen­den Wunde bin ich ein­fach nur glück­lich.

Fula skxir ngeyä zoslu 'eyke­fu oeti nitram nì'aw.
Dass deine Wunde ver­heilt, ver­an­lasst mich dazu mich ein­fach nur glück­lich zu fühlen.

Skxir ngeyä zoslu; tafral 'efu oe nitram nì'aw.
Deine Wunde ver­heilt; daher bin ich ein­fach nur glück­lich.

Txo skxir ngeyä zoslivu, (tsakrr) 'ive­fu oe nitram nì'aw.
Falls deine Wunde ver­heilte, (dann) wäre ich ein­fach nur glück­lich.

 

Tsateri po fpolìl pefya?
Was hat sie darüber gedacht?

Tsari po fpolìl pefya?
Was hat sie diesbezüglich/dabei gedacht?

Tsari po fpo­lat­sìl pefya?
Was zum Henker hat sie sich dabei nur gedacht?

 

 

 

Übung II:

Bitte über­set­zt fol­gende Sätze und iden­ti­fiziert + markiert in ihnen Top­i­cal, sowie Sub­jekt und Verb des Haupt­satzes:

  1. 'eylanìri a lom lu ngar ke smon oeru fya'o a swey­lu txo nga 'ive­fu.
  2. Furia rìkxi nìmun ke li ke lu alak­si oe.
  3. Ngeyä tìkangkemìri 'efeiu oe ye nìtx­an.
  4. Fìu­vanìri lu ngaru pxen nì'aw.
  5. Ayhemìri 'ewana tsanan­tan­gur ahì'i tìng nari.
  6. Fìnaerìri ngal ewku 'uot astx­ong srak?
  7. Kun­sìpìri txana tìmeyp lu tsyal a mìn.
  8. Kemìri a ngaru prrte' ke lu, tsakem rä'ä sivi aylaru (ayla­heru).
  9. Kxeyeyri zene pivll­ngay oe.
  10. 'upxareri ngeyä oe sref­er­eiey nìprrte'.
  11. Sätaronìri atìflän­ga' mefeyä, awnga ftx­ozä sayi.
  12. Furia peng fmawnit eyk­ta­nur, po hìpo­ley.
  13. Furia fnu po kanf­pìl, talu­na ter­aron.
  14. Furia vewng fìnan­tangt­syìpit leskxir, oel srun­git kin.

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