Lektion 21: das Zahlensystem

Wir Men­schen haben an jed­er Hand 5 Fin­ger, ins­ge­samt logis­cher­weise also 10 Stück. Es ist daher nur natür­lich, dass wir das dez­i­male Zahlen­sys­tem haben, wir also unsere Zahlen in Zehn­er­schrit­ten unterteilen.

Die Na'vi haben allerd­ings ins­ge­samt nur 8 Fin­ger, 4 an jed­er Hand.
Unsere 10 ist also ihre 8 — sie nutzen das oktale Zahlen­sys­tem.

Dies bedeutet, dass ab 8 anders gezählt wird als bei uns; was unsere 11 ist (10+1) ist bei den Na'vi sin­ngemäß die 9 (8+1). Ich muss geste­hen, dass ich nie die Beste in Mathe war, aber das krieg sog­ar ich hin — zumin­d­est in den Grundzü­gen :D

Lasst uns mal einen Blick auf ihre Zahlen blick­en, dann wird klar was gemeint ist — zumin­d­est hoffe ich das x) Schaut euch die Zahlen ("Kar­di­nal­szahlen") in Ruhe an, auch, wie sie logisch bzw. rech­ner­isch zusam­menge­set­zt sind:

 

Wie man sehen kann, wer­den lenierte (und z.T. verkürzte) Ver­sio­nen der Zahlen 1 — 7 (-aw, -mun, -pey, -sìng, -mrr, -fu, -hin) an 8 ange­hängt, um neue Zahlen zu bilden. Ab 16 (2 x 8) wird das Prä­fix für "zwei" (me+) vor die 8 geset­zt und so weit­er.
Eigentlich ist das Ganze rel­a­tiv logisch aufge­baut — man muss nur gut im kleinen 1x1 und Kopfrech­nen sein ;) Und wenn man dies nicht ist (oder faul ist), kann man auch ganz ein­fach auf http://dict-navi.com eine Zahl ein­tip­pen und dann die entsprechende Zahl + Rechen­weise auf Na'vi able­sen.

Im Grunde entspricht 64 (8 x 8) also unser­er 100. Wie zählt man aber über 64 hin­aus?

Nun, ab da geht's dann ein­fach mit zam weit­er! Zamaw (8² bzw. 64 + 1), zamun, zam­pey, usw. … bis man bei 72 ankommt, dann hört es nicht mehr bei 7 auf, son­dern geht bis 8 weit­er, also zamvol. Ab da wird dann wie gewohnt weit­ergemacht; zamvolaw, zamvo­mun, …bis 80, zam­mevol. Ab da dann zam­mevolaw, zam­mevo­mun, … und so weit­er.
Eine weit­er­führende Liste bzw. Erk­lärung der Zahlen find­et ihr hier: http://files.learnnavi.org/docs/Das_Navi_Zahlen-System_V2-6.pdf

Null / 0 ist übri­gens kew auf Na'vi. Kew ist eine abge­wan­delte Form von ke'u (nichts / "keine Sache").

 

 

Jet­zt noch etwas mehr zu der Anwen­dungsweise von Zahlen in Sätzen. Generell wer­den sie wie Adjek­tive an Nomen gerei­ht, also mit hil­fe von -a- (dies ist aber erst wirk­lich nötig, wenn man mit me+ und pxe+ nicht weit­erkommt):

menari — zwei Augen
pxenari — drei Augen

aynari — vier oder mehr Augen — sehr vage, oder nicht? Daher…
tsìnga nari / nari atsìng — vier Augen

mrra nari / nari amrr — fünf Augen
pukapa nari / nari apukap — sechs Augen
kinäa nari / nari akinä — sieben Augen
vola nari / nari avol — acht Augen
volawa nari / nari avolaw — neun Augen

mevom­rra nari / nari amevom­rr — 21 Augen

zama nari / nari azam — 64 Augen

und so weit­er.

Oeri solalew zìsìt apxevo­hin. Ich bin 31 Jahre alt.

 

Beachtet, dass durch das Zahlen-Adjek­tiv bere­its klar ist, dass es sich um mehrere Dinge han­delt, weswe­gen sie nicht in den Plur­al (ay+) geset­zt wer­den müssen.

 

 

 

Und was ist, wenn man "das erste Buch", "der dreizehnte Krieger", "das siebte Wort", " und der­gle­ichen sagen will? Das funk­tion­iert, indem wir die Zahlen ("Ordi­nal­szahlen") mit einem kleinen -ve und dem -a- für Adjek­tive verse­hen:

'awvea puk / puk a'awve
vom­rrvea tsam­siyu / tsam­siyu avom­rrve
kivea lì'u / lì'u akive

Euch ist vielle­icht aufge­fall­en, dass es kive und nicht kinäve heißt. Dahin­ter steckt fol­gende Regel:
Das Suf­fix -ve kann nicht beliebig an jede Aus­gangs­form der Zahlen gehangen wer­den; es ist irreg­ulär.

In manchen Fällen nutzt es die "lange" Form (ganze Zahlen), in eini­gen Fällen jedoch die "kurze" Form (verkürzte Zahlworte):

Kurze Form: muve, tsìve, puve, kive
Lange / nor­male Form: 'awve, pxeyve, mrrve, volve
In entsprechen­der Rei­hen­folge: 'awve, muve, pxeyve, tsìve, mrrve, puve, kive, volve.

 

Bei höheren Zahlen wird das Ganze entsprechend vorherse­hbar:
Volawve, vomuve, vopeyve, vosìve, vom­r­rve, vofuve, vohive, mevolve, mevolawve, mevol­muve, und so weit­er.

 

 

Übung I:

Bildet die entsprechen­den Zahlen/Formen:

  1. 100, ein­hun­dert Tiere, das ein­hun­dert­ste Tier
  2. 67, siebe­nund­sechzig Büch­er, das siebe­nund­sechzig­ste Buch
  3. 15, fün­fzehn Steine, der fün­fzehnte Stein
  4. 26, sech­sundzwanzig Äste, der sech­sundzwanzig­ste Ast
  5. 573, fünfhun­der­tund­dreiund­siebzig Jahre, das fünfhun­der­tund­dreiund­siebzig­ste Jahr

Übung II:

Über­set­zt fol­gen­des:

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