Lektion 27: Farben, Tageszeiten/Zeit, Wetter

Far­ben, Tageszeit­en und das Wet­ter… wie passt das zusam­men? :P Tut's nicht wirk­lich (außer, dass am Tag der Him­mel blau und abends eher rötlich ist und der Him­mel eben ver­schiedene Wet­ter­si­t­u­a­tio­nen aufweist xD ), aber ich wollte diesen drei The­menge­bi­eten nicht ihre jew­eils eigene Seite zugeste­hen. Also pferche ich sie ein­fach mal hier zusam­men! :D

Far­ben ||| Tageszeit­en | Uhrzeit | Zeitwörter ||| Wet­ter | Tem­per­atur | Jahreszeit­en

 

 

Die Farbe — 'opin

Tìlu hat­te sich mal die Mühe gemacht, jene wun­der­volle Farb-Über­sicht anzufer­ti­gen (also warum euch nicht daran teil­haben lassen? ;D):

© Tìlu

Ganz augen­schein­lich kom­men die Na'vi mit weniger Farbbe­grif­f­en aus als so manch­er Erdling oder Kün­stler. Das bedeutet aber nicht, dass sie trotz far­büber­greifend­en Begrif­f­en wie tun oder ean nicht zwis­chen blau und grün unter­schei­den kön­nen :)

Muss man oben­ste­hende Farb­skala noch weit­er erläutern? Ich denke, sie ist ziem­lich selb­sterk­lärend, kefyak? :P
Wie man jeden­falls sehen kann, gibt es diverse Adjek­tive wie teyr, vawm oder 'om und ihre entsprechen­den Sub­stan­tive, also z.B. teyr­pin, vawmpin oder 'ompin. Hier wur­den die einzel­nen Adjek­tive ein­fach mit dem Wort für Farbe, 'opin, zu neuen, farb­spez­i­fis­chen Sub­stan­tiv­en zusam­menge­zo­gen (die Farbe Gelb, die Farbe Schwarz etc.).
Die Adjek­tive ver­hal­ten sich wie gewohnt; eana unil, lay­ona yayo, rima tsawke.

Da ean und tun in ihrer Bedeu­tung ziem­lich bre­it gefächert sind (sie beziehen sich auf alle Far­ben zwis­chen grün und blau bzw. zwis­chen rot und orange), haben wir noch weit­ere Begriffe, die etwas genauer sind; rey­pay­tun für (blut)rot, txep­tun für (feuer)orange, rìkean für (blatt)grün und ta'lengean für (haut)blau.

 

 

Und was ist mit allen anderen Farb­nu­an­cen, die dadurch nicht abgedeckt wer­den? Na zum Glück kann man auch eigene Farb­wörter bilden, und zwar nach fol­gen­dem Schema:

nikre akll­vawm-na-rìn / rìnna-kll­vawma nikredas (holz)braune Haar
menari arim-na-tsawke / tsawkena-rima menaridie (sonnen)gelben Augen
syu­lang aean-na-taw / tawna-eana syu­langdie (himmel)blaue Blume

Kon­struk­tio­nen wie die fol­gen­den sind aber auch mach­bar, nur vielle­icht nicht gle­ich­w­er­tig pop­ulär:
syu­lang atawna-ean
Ean-na-tawa syu­lang

Beachtet dabei, dass man hier die Binde­striche nicht weglassen darf, um die ver­gle­ichen­den Far­bad­jek­tive in dieser Form zu bilden; Syu­lan­git aean-na-taw oel tse'a, "ich sehe die him­mel­blaue Blume".
In Sätzen wie der fol­gende braucht man die Binde­striche jedoch nicht: Syu­lang lu ean na taw, "die Blume ist blau wie der Him­mel."

 

 

"Olo'eyktan des Ikran-Klans der östlichen See"
© Eana Unil 2018

 

Vawm und neyn sind speziell, weil sie sich auf dun­kle und helle Far­ben beziehen, aber nicht auf spez­i­fis­che Farbtöne. Auch hier muss man ggf. spez­i­fizieren:

neyn na txärem — die helle Farbe von Knochen
neyn na yapay — die helle, unspez­i­fis­che Farbe von Nebel oder Dampf
vawm na uk — dun­kle Schat­ten­farbe
vawm na nikre — der dun­kle Farbton von Na'vi-Haar

Hier noch einige weit­ere spez­i­fis­chere Farb­nu­an­cen, die von Karyu Pawl selb­st auf seinem Blog bekan­nt gegeben wur­den:

'om na mikyun — die lilane bzw. rosane Farbe von Na'vi-Ohrmuscheln
rim na nari - die typ­is­che gel­b­gold­ene Farbe von Na'vi-Augen
ean na pil — das Blau von Na'vi-Gesichtsstreifen (Haut­maserung)
tun na eyk­tan — "Anführer-Rot", die typ­is­che rote Farbe, die Klan­führer ausze­ich­net
ngul na tskxe — die grau-mat­te Farbe von Gestein

Diese Farb­nu­an­cen kön­nen dann wie ger­ade eben erk­lärt als Adjek­tiv ver­wen­det wer­den; ngul-na-tskx­ea txepì­va bzw. txepì­va angul-na-tskxe und so weit­er.

In diesem Zusam­men­hang sind übri­gens teyr und lay­on die einzi­gen Far­bad­jek­tive, die nicht auf diese Weise mod­i­fiziert bzw. näher beschrieben wer­den kön­nen (sie bedeuten immer rein­weiß oder tief­schwarz) — einzige Aus­nahme: Ver­wen­dung inner­halb von Poe­sie.

 

Und wenn man alle Far­ben zusam­men in einen Topf schmeißt, wird's kun­ter­bunt — pxay­opin, von pxaya 'opin (viele Far­ben) :D

 

 

 

 

Tageszeit­en — trrtx­on  & Zeit — krr

Da es auf Pan­do­ra (Eywa'eveng oder Eyw­e­veng) öfters mal dunkel ist (im Ver­gle­ich zu unser­er Mut­ter Erde) und Abend- bzw. Mor­gend­däm­merun­gen eine gefühlte Ewigkeit andauern kön­nen (immer­hin liegt der Mond oft im Schat­ten des riesi­gen Gas­gi­gan­ten Polyphe­mus bzw. Naranawm - erk­lärt auch, warum Bio­lu­mi­neszenz ein evo­lu­tionär­er Vorteil sein kann), wur­den die Na'vi erfind­erisch und haben einen Haufen von Begrif­f­en für alle möglichen Tageszeit­en bzw. deren Nuan­cen erfun­den.
Es mag für unsere­in­er über­trieben erscheinen, zumal wir Erdlinge wun­der­bar mit ca. 4 Beze­ich­nun­gen für Tageszeit­en auskom­men; aber wie am Anfang erwäh­nt, ist der Tag-Nacht-Rhyth­mus auf Pan­do­ra ein etwas ander­er bzw. aus­gedehn­ter­er als unser eigen­er. ;)
Das Ganze sieht dann wie fol­gt aus:

Die Na'vi ori­en­tieren sich nicht wie wir an ein­er Uhr, son­dern an dem Wech­sel zwis­chen Tag (= Anwe­sen­heit von Tages­licht) und Nacht (= Abwe­sen­heit von Tages­licht). Sie inter­essiert es nicht, ob unsere Uhr im Win­ter zwar sagt es sei erst früh am Abend — für sie ist es wahrschein­lich schon Nacht, zumin­d­est aber "nach-Abend­däm­merung", da die Sonne bere­its unterge­gan­gen ist. Im Som­mer dauert der Tag entsprechend länger, und dementsprechend dehnt sich auch die Ver­wen­dung der jew­eili­gen Tageszeit­en­be­griffe. Wie das Ganze sich auf Pan­do­ra ver­hält wis­sen wir schlichtweg noch nicht.
Übri­gens, wenn man jeman­den grüßt bzw. ver­ab­schiedet und dabei "Guten Tag! / Gute Nacht!" sagt, ist das ja keine Fest­stel­lung, son­dern eher ein Wun­sch; man wün­scht der ange­sproch­enen Per­son auf Deutsch oder Na'vi ja, dass sie einen guten Tag bzw. eine gute Nacht haben möge. Auf Na'vi würde man also trr lef­pom oder entsprechend txon lef­pom sagen.

 

Auf Deutsch sagt man mor­gens zwar darüber hin­aus auch "Guten Mor­gen!", allerd­ings wür­den die Blauen auch in den frühen Mor­gen­stun­den eher trr lef­pom anstatt rewon lef­pom sagen, da trr sich ein­fach nur auf die Zeit des Tages bezieht, an dem die Sonne eben die Welt mit Licht erhellt (also ein­schließlich mor­gens etc.). Txon ist dem­nach für die Nacht (Abwe­sen­heit von Son­nen­licht) gedacht. Im Zeitraum des abendlichen Zwielicht­es wür­den sie eher zu txon'ong lef­pom greifen.

 

 

Spez­i­fis­che Uhrzeit­en sind eine kleine Ecke kom­pliziert­er.
Dabei muss man näm­lich beacht­en, dass die Uhrzeit hier auf Erden (also auf z.B. Deutsch oder Englisch) im dez­i­malen Zahlen­sys­tem beschrieben wird, auf Na'vi aber im oktal­en Sys­tem. Dieses The­ma wird aus­führlichst in Lek­tion 21 behan­delt, ich empfehle euch also dringlichst zuerst dort nachzule­sen, sollte euch das nichts sagen.

Um es euch leichter zu machen, hier eine Liste der Uhrzeit­en (24-Stun­den-Tag) als dez­i­male sowie oktale Vari­ante, aufgeteilt auf deutsche (0–23 Uhr) sowie amerikanis­che Vari­ante (1–12 AM/PM):

Europa / Deutsch­land; 0–23 Uhr USA; AM (0–12 Uhr) & PM (13–23 Uhr)
DEZIMAL10 OKTAL8 TAGESZEIT DEZIMAL10 OKTAL8
0:00 — null Uhr / Mit­ter­nacht 0:00 — kew kxam­tx­on 00:00 — twelve AM / mid­night 14:00 — vosìng
1:00 — ein Uhr 1:00 — 'aw kxam­tx­on­maw 1:00 — one AM 1:00 — 'aw
2:00 — zwei Uhr 2:00 — mune txon 2:00 — two AM 2:00 — mune
3:00 — drei Uhr 3:00 — pxey txon 3:00 — three AM 3:00 — pxey
4:00 — vier Uhr 4:00 — tsìng txon 4:00 — four AM 4:00 — tsìng
5:00 — fünf Uhr 5:00 — mrr sresrr'ong / rewon 5:00 — five AM 5:00 — mrr
6:00 — sechs Uhr 6:00 — pukap trr'ongmaw / rewon 6:00 — six AM 6:00 — pukap
7:00 — sieben Uhr 7:00 — kinä rewon 7:00 — sev­en AM 7:00 — kinä
8:00 — acht Uhr 10:00 — vol rewon 8:00 — eight AM 10:00 — vol
9:00 — neun Uhr 11:00 — volaw rewon 9:00 — nine AM 11:00 — volaw
10:00 — zehn Uhr 12:00 — vomun rewon 10:00 — ten AM 12:00 — vomun
11:00 — elf Uhr 13:00 — vopey srekamtrr 11:00 — eleven AM 13:00 — vopey
12:00 — zwölf Uhr 14:00 — vosìng kxam­trr 12:00 — twelve PM / noon 14:00 — vosìng
13:00 — dreizehn Uhr 15:00 — vom­rr kxam­tr­rmaw 1:00 — one PM 1:00 — 'aw
14:00 — vierzehn Uhr 16:00 — vofu ha'ngir 2:00 — two PM 2:00 — mune
15:00 — fün­fzehn Uhr 17:00 — vohin ha'ngir 3:00 — three PM 3:00 — pxey
16:00 — sechzehn Uhr 20:00 — mevol ha'ngir / kaym 4:00 — four PM 4:00 — tsìng
17:00 — siebzehn Uhr 21:00 — mevolaw kaym / sreton'ong 5:00 — five PM 5:00 — mrr
18:00 — achtzehn Uhr 22:00 — mevo­mun kaym / sreton'ong / txon'ongmaw 6:00 — six PM 6:00 — pukap
19:00 - neun­zehn Uhr 23:00 — mevopey kaym / sreton'ong / txon'ongmaw / txon 7:00 — sev­en PM 7:00 — kinä
20:00 — zwanzig Uhr 24:00 — mevosìng kaym / sreton'ong / txon'ongmaw / txon 8:00 — eight PM 10:00 — vol
21:00 — ein­undzwanzig Uhr 25:00 — mevom­rr txon'ongmaw / txon 9:00 — nine PM 11:00 — volaw
22:00 — zweiundzwanzig Uhr 26:00 — mevo­fu txon 10:00 — ten PM 12:00 — vomun
23:00 — dreiundzwanzig Uhr 27:00 — mevo­hin srekamtx­on 11:00 — eleven PM 13:00 — vopey
Zei­tangaben wer­den auf Na'vi immer im oktal­en Sys­tem gemacht. Das schließt Minuten mit ein: sie wer­den auch von dez­i­mal zu oktal umgerech­net; Minute 1 bis 59 dez­i­mal ergibt also Minute 1 bis 73 bzw. 'aw bis kivopey oktal.
Wenn ihr bis dor­thin nicht auf Na'vi zählen kön­nt, nutzt ruhig die Tabelle in Lek­tion 21.
Die Tagesab­schnitte wie z.B. trr'ong, trr'ongmaw, rewon, usw. kann man als Nomen oder Adver­bie (z.B. "der Mor­gen" oder "mor­gens") ver­wen­den.

In geschriebe­nen Zei­tangaben wer­den die wichtig­sten dieser (auf der Erde ver­wen­de­ten) Wörter oft auch abgekürzt:

rewon R mor­gens / vor­mit­tags
kxamtrr KxT mit­tags
ha'ngir H nach­mit­tags
kaym K nach­mit­tags / abends
txon Tx abends / nachts
kxamtxon KxTx nachts / Mit­ter­nacht / (nach Mit­ter­nacht?)

 

Wie nutzt man das Ganze aber nun, um zu sagen, wie spät es genau ist? In Lek­tion 21 wurde euch ° im Zusam­men­hang mit Zif­fern kurz vorgestellt und im gle­ichen Atemzug erwäh­nt, dass dieses Zeichen auch bei Uhrzei­tangaben ver­wen­det wird. Dabei kann das europäis­che oder amerikanis­che Sys­tem ver­wen­det wer­den (je nach­dem wo man sich befind­et oder mit wem man von wo spricht).
Schauen wir uns das doch anhand einiger Beispiele an:

Deutsch10 Na'vi8 geschrieben Na'vi8 gesprochen Englisch10 Na'vi8 geschrieben Na'vi8 gesprochen
10:15 Uhr
(Vier­tel nach Zehn vor­mit­tags / mor­gens)
°12:17 R vomun vohin rewon 10:15 AM °12:17 R vomun vohin rewon
12:20 Uhr
(Zwanzig nach Zwölf mit­tags)
°14:24 KxT vosìng mevosìng kxam­trr 12:20 PM °14:24 KxT vosìng mevosìng kxam­trr
14:30 Uhr
(halb Drei nach­mit­tags)
°16:36 H vofu pxevo­fu ha'ngir 2:30 PM °2:36 H mune pxevo­fu ha'ngir
16:45 Uhr
(Vier­tel vor Fünf nach­mit­tags / abends)
°20:55 K mevol mevom­rr kaym 4:45 PM °4:55 K tsìng mevom­rr kaym
22:30 Uhr
(halb Elf abends / nachts)
°26:36 Tx mevo­fu pxevo­fu txon 10:30 PM °12:36 Tx vomun pxevo­fu txon
00:13 Uhr
(Dreizehn nach Mit­ter­nacht)
°00:15 KxTx kew vom­rr kxam­tx­on 00:13 AM °14:15 KxTx vosìng vom­rr kxam­tx­on

Wenn euch das ver­wirrt, bedenkt dabei fol­gen­des: All die unter­schiedlichen Darstel­lungsweisen, europäisch/amerikanisch, dezimal/oktal, meinen let­ztlich doch nur ein und die selbe Uhrzeit. Ähn­lich wie ver­schiedene Zif­fern ver­schieden­er Tem­per­atur­maßein­heit­en ein und die selbe Tem­per­atur meinen, egal ob Cel­sius, Kelvin oder Fahren­heit. Dabei ist es jedoch essen­tiell wichtig zu wis­sen, ob die Zei­tangabe im europäis­chen oder amerikanis­chen Sys­tem gemacht wurde, denn son­st ist es so, als würde man sagen "draußen hat's 21 Grad" — "21 Grad was? Cel­sius? Fahren­heit?"  — natür­lich ohne zu wis­sen, welche Maßein­heit gemeint ist ;) Chaos vor­pro­gram­miert! :D

 

Das reicht euch noch nicht? Ihr wollt noch Beispiel­sätze haben? … Na gut, aber das geht auf eure eigene Kappe ;P

Po ta volaw rewon (°11:00 R) vay mevolaw kaym (°21:00 K) zene tìkangkem sivi. Er muss von mor­gens neun bis fünf Uhr nach­mit­tags arbeit­en.

"Pehrr new oeng ultxa sivi?" — "Fpivìl… Srake vohin pxevo­fu ha'ngir tam?""Wann wollen wir uns tre­f­fen?" — "Hmm… geht halb Vier klar?"

 

Ob man das alles braucht? Gute Frage — ich für meinen Teil bin in mein­er bish­eri­gen "Na'vi-Karriere" immer bestens ohne aus­gekom­men. :undecided: Möglich, Uhrzeit­en so zu über­set­zen, ist es jeden­falls — und wenn man sich auf Na'vi mit jeman­den verabre­det, will man vielle­icht doch mal die Uhrzeit, an dem das Date stat­tfind­en soll, kom­mu­nizieren, damit es keine Missver­ständ­nisse gibt ;P

 

 

Außer­dem gibt es noch einige andere zeit-rel­e­van­ten Wörter und Konzepte, auf die ich hier auch nochmal etwas einge­hen möchte. Viele davon beziehen sich aber eher auf die Gegeben­heit­en auf unserem Plan­eten Erde.

krr Zeit
 
zìsìt Jahr
vospxì Monat
 
vospxì'aw Jan­u­ar
vospxì­mun Feb­ru­ar
vospx­ey März
vospxìt­sìng April
vospxìm­rr Mai
vospxìpuk Juni
vospxìkin Juli
vospxìvol August
vospxìvolaw Sep­tem­ber
vospxìvo­mun Okto­ber
vospxìvopey Novem­ber
vospxìvosìng Dezem­ber
kin­trr 7‑Tage-Woche
mrrtrr 5‑Tage-Woche (Arbeitswoche)
muntrr Woch­enende
trr Tag
trrmuve Mon­tag
trrpeyve Dien­stag
trrt­sìve Mittwoch
trrm­r­rve Don­ner­stag
trrpuve Fre­itag
trrkive Sam­stag
trr'awve Son­ntag (KP ist Ami, und in den USA begin­nt die Woche son­ntags)
swaw Moment
hìkrr Augen­blick, kurz­er Moment, Sekunde
alo Mal
'awlo ein Mal
melo zwei Mal
pxe­lo drei Mal
tsìn­ga alo / alo atsìng (sl.) vier Mal (usw.)
fralo jedes Mal

… und viele mehr! (Jahreszeit­en siehe weit­er unten.)

 

Wie bere­its erwäh­nt geben die Na'vi nichts auf Uhren — sie richt­en sich nach dem Tag-Nacht-Wech­sel. Da sie keine Uhren ver­wen­den, haben sie auch keine Ver­wen­dung für Wörter wie "Stunde", "Minute" oder "Sekunde". Daher bezwei­fle ich auch, dass wir diese Wörter jemals erhal­ten wer­den (höch­stens nur für den men­schlichen Gebrauch auf Erden).

 

Bunt gemis­chte Beispiel­sätze:

  • Zìsìto amrr fto­lia oe. Ich habe fünf Jahre lang studiert.
  • Krro krro zaw­prrte' oene fwa 'em. Hin und wieder gefällt es mir zu kochen.
  • Tìk'ìnìri kempe si nga? Was machst du (so) in dein­er Freizeit?
  • Saw­tute zola'u akr­rta po ke 'ole­fu nitram. Seit­dem die Him­mels­men­schen (hier­her) gekom­men waren, ist sie nicht sehr glück­lich gewe­sen.
  • Trr'ongta Txon'ongvay po tolìran. Er wan­derte von der Mor­gendäm­merung bis zum Ein­bruch der Nacht.
  • Li pol terok fìt­sen­git srak? Ist sie bere­its hier?
  • Tsmuke oeyä ke li alak­si ke lu. Meine Schwest­er ist noch nicht bere­it.
  • Pori fpom­tokx mi ke zo. Er ist immer noch nicht gesund.
  • Txankrr ke tsole'a oel pot. Ich habe sie lange Zeit nicht (mehr) gese­hen.
  • Kay trr amrr tayaron awnga. In fünf Tagen wer­den wir jagen.
  • Kam 'awa kin­trr palukantsyìp oeyä tol­erkup. Meine Katze ist vor ein­er Woche gestor­ben.

Zu -o gibt's in Lek­tion 32 mehr, denn es wird nicht nur ver­wen­det, um Zeitrah­men ("X lang") zu beschreiben. Im Kon­text mit Zeit wird oft der Top­i­cal, noch öfter aber eine oder mehrere Adpo­si­tio­nen ver­wen­det — oder Adver­ben wie txankrr oder mi (siehe Lek­tion 11).

 

 

Das Wet­ter — yafkeyk

Yafkeyk­ti livawk ko! Über das Wet­ter zu plaud­ern kann im Rah­men von Smalltalk nüt­zlich sein, um das Eis zu brechen oder um unbe­haglich­es Schweigen zu ver­mei­den. Oder man unter­hält sich tat­säch­lich gerne darüber, weil man z.B. Mete­o­rologe ist, hrh.
Sarkas­mus bei Seite; ger­ade Anfänger der Sprache nutzen den Plausch über das Wet­ter gerne, um ein The­ma zu find­en, worüber jed­er reden kann (seid euch nur bewusst darüber, das Fort­geschrit­tene der Sprache nur u.U. nicht mehr unbe­d­ingt gerne nur über das Wet­ter plaud­ern ;D ).
Hier geht's nun darum, wie man "yafkeyk­teri a tìpängkxo" anstellt.

Das Wort yafkeyk set­zt sich zusam­men aus ya für "Luft" und -fkeyk für "Zustand/Situation", also "Zus­tand der Luft" :)

 

 

Regen/Schnee/Wind/Sonnenschein

Für etwaige Wet­ter­si­t­u­a­tio­nen haben wir fol­gende Aus­drucksmöglichkeit­en:

Yafkeyk (za'u) fyape? Wie ist das Wet­ter?

Tawri fyape? Was ist der Zus­tand des Him­mels? (Wie ist das Wet­ter?)
Taw lu ___. Der Him­mel ist ___. … ↓

  • leya­pay neblig
  • lep­wopx bewölkt
  • lep­wopx nìhol leicht bewölkt
  • lep­wopx nìpx­ay stark bewölkt
  • piak klar, unbe­wölkt
  • tstu bedeckt, wolken­ver­hangen

Tsawke lrrtok si. Die Sonne lacht. = Die Sonne scheint.


Hufwe tìran.
Der Wind wan­delt = Es weht eine Brise.
Hufwet­syìp lef­pom tìran. Es wandelt/weht ein angenehmes Lüftchen.
Hufwe tul (nìwin). Der Wind ren­nt = Es ist sehr windig.


Tom­pa zup.
Regen fällt = Es reg­net.
Tom­pa 'eko. Regen greift an = Es reg­net stark / Es schüt­tet wie aus Eimern.

Her­wì zup. Schnee fällt = Es schneit.
Her­wì (bzw. tom­pa vom Beispiel­satz weit­er oben) ist hier aus­tauschbar mit:

  • tom­pameyp Niesel­re­gen
  • tskx­ayt­syìp Hagel
  • tom­per­wì Schneeregen/Eisregen/Graupel

 

Tem­per­atur — somwew
Wenn wir sagen wollen, dass es heute sehr warm (heiß) ist, beziehen wir uns also auf den Zus­tand der Luft zurück, in dem wir sagen:
Fìtrr ya som lu. Heute ist die Luft heiß = Heute ist es heiß.

Yari somwew­pe? Was die Luft ange­ht: welche Tem­per­atur? = Wie warm/kalt ist es?

Das Wort "Tem­per­atur" set­zt sich aus som für "heiß" und wew für "kalt" zusam­men. Tem­per­atur auf Na'vi heißt also qua­si "Heißkalt" :D

Eine Über­sicht der Tem­per­at­u­rad­jek­tive:

 

 

Jahreszeit­en

Wir wis­sen (noch) nicht genau, welche Jahreszeit­en es auf Pan­do­ra so gibt, aber wir haben defin­i­tiv Mit­tel und Wege, über die Jahreszeit­en der Erde zu sprechen:

zìsìkrr Jahreszeit
zìskr­rmi­paw Früh­ling
zìskrrsom Som­mer
zìskr­rt­sawn Herb­st
zìskr­rwew Win­ter

 

Über die Suf­fixe -o und -fkeyk ler­nen wir noch mehr in Lek­tion 32.

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