Lektion 23: Konjunktionen

Kon­junk­tio­nen sind uns hier nicht gän­zlich neu; und ulte (Lek­tion 5) sind z.B. solche Kon­junk­tio­nen. Eine Kon­junk­tion ist ein Binde­wort, welch­es einzelne Haupt- und Neben­sätze zu einem großen Satz zusam­men­fügt bzw. diese verbindet, indem es sel­bige Teil­sätze ein­leit­et.

Wir ken­nen aber nicht nur "und", son­dern auch "wenn", "falls", "nach­dem" und so weit­er. Auch die Na'vi haben eine man­nig­faltige Auswahl an solchen Bindewörtern, die wir uns hier mal genauer anschauen wer­den :)
Manche davon sind denkbar ein­fach, manche kön­nen nur in fes­ten Paaren auftreten und andere sind etwas kom­pliziert­er. Aber auch hier wieder; eins nach dem anderen ;)

 

 

krra… tsakrr… — wenn… dann…

Für generelle bzw. zeitliche (tem­po­rale) Kon­di­tion­al­sätze. Kon­di­tion­al­satz soll heißen, dass X passieren muss, damit Y ein­treten kann. Eigentlich gar nicht so schw­er; Beispiele:

 

 

 

txo… tsakrr… — falls… dann…

Für erfüll­bare Kon­di­tion­al­sätze.

 

 

zun… zel… — falls… dann… (+ Kon­junk­tiv)

Für unerfüllbare/irreale Kon­di­tion­al­sätze. Soll heißen, dass X hätte passieren müssen/passieren müsste, damit Y hätte ein­treten können/eintreten kann — ist aber nicht so passiert oder wird so nicht passieren, also muss man hier­bei statt zu txo… tsakrr… zu zun… zel… greifen. Hier dürften Beispiele Klarheit schaf­fen:

Hätte es heute mor­gen nicht gereg­net, kön­nte ich jet­zt schwim­men gehen. (Es hat heute mor­gen aber gereg­net, also Pech gehabt.)
Zun tom­pa ke zimvup fìre­won, zel tsirvun slivele oe set.

Wenn 'ìkwey Tapi­wa nicht geheiratet hätte, wäre er jet­zt mein Geliebter. (Er hat Tapi­wa aber geheiratet, also wurde nix draus.)
Zun 'ìkwey Tapi­wahu muntxa ke simvi, zel po yawne­tu oeyä lirvu.

Wenn ich jet­zt ger­ade am sin­gen wäre, würdest du wegge­hen. (Ich singe aber nicht, also bleib­st du da.)
Zun rir­vol oe pxiset, zel hivum nga.

Wenn du mich lieben würdest, wäre ich ein­fach nur glück­lich. (Du lieb­st mich aber nicht…)
Zun oe yawne livu ngar, zel 'ivefu oe nitram nì'aw.

Wenn du mich geliebt hättest, wäre ich ein­fach nur glück­lich gewe­sen. (Du liebtest mich aber nicht…)
Zun oe yawne limvu ngar, zel 'imvefu oe nitram nì'aw.

Wenn es mor­gen reg­nen würde, wür­den sie tanzen. (Es wird aber nicht reg­nen…)
Zun tom­pa zìyevup trray, zel fo srìyevew.

 

Bei Kon­di­tion­al­sätzen, vor allem aber solchen mit zun und zel, kom­men ver­mehrt die heißgeliebten Kom­bi­na­tion­sin­fixe (jene mit <iv>, Lek­tion 13) zum Ein­satz. In den Teil­sätzen mit zel begin­nend kann man diese aber auch weglassen, wenn sie iden­tisch mit dem aus dem Teil­satz mit zun begin­nend sind (aber auch nur dann):

Zun oe yawne livu ngar, zel 'ivefu oe nitram nì'aw.
Zun oe yawne livu ngar, zel 'efu oe nitram nì'aw.
Zun oe yawne limvu ngar, zel 'imvefu oe nitram nì'aw. Zun oe yawne limvu ngar, zel 'efu oe nitram nì'aw.
Zun tom­pa zìyevup trray, zel fo srìyevew. Zun tom­pa zìyevup trray, zel fo srew.

 

 

tengkrr… — während…

 

 

srekrr… — bevor…

 

 

mawkr­ra… — nach­dem…

 

 

 

 

tsnì… — , dass…

 

 

 

tup — stattdessen / anstelle von

Lam ngay oer, fo kayä ìlä hil­van tup na'rìng.

 

 

ftx­ey… ftx­ey… — ob… oder…

 

 

 

ftx­ey… fuke — ob… oder nicht

 

 

 

ken'aw… släkop… — nicht nur… son­dern auch…

 

 

 

fìtx­an… kuma — so… dass…

 

 

… akum

 

 

fte… — um zu… / sodass… / damit…

 

 

fteke… — sodass nicht…

 

 

talu­na… / … alun­ta —  weil…

 

 

tawey­ka… — weil…

 

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